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Haute Couture: Majestätisch schön und königlich erhaben

Mit seiner Vorliebe für Exzesse hat der englische Designer John Galliano auch bei den diesjährigen Haute Couture-Schauen für Herbst/Winter 2004-2005 wieder für Aufsehen gesorgt.

Majestätisch schön und königlich erhaben heißt die Zauberformel bei Dior. In goldbestickten, korsettierten Satinkleidern mit meterlangen Schleppen schickte John Galliano seine Mannequins über den Laufsteg. Seine Brokat- und Veloursabendkleider, die die modebewusste Frau in eine elegante, in traumhafte Gewänder gehüllte Katharina die Große verwandeln, waren der Höhepunkt am zweiten Tag der bis zum 8. Juli dauernden Pariser Haute Couture-Schauen.

Verheißungsvoll viel Luxus

Der Präsident des Hauses Christian Dior Couture, Sidney Toledano, sprach schon im Vorfeld verheißungsvoll von "viel Luxus". Doch mit so viel edlem Stoff hat keiner der mehr als 1500 Zuschauer gerechnet, die in dem weißen Zelt auf dem Pariser Poloplatz im 16. Arrondissement der spektakulären Schau beiwohnten. Als "göttlich" und "sublim" wurde die Kollektion von vielen schwärmerisch bezeichnet.

Die tief dekolletierten, meist in Rot, Weiß und Zartrosa gehaltenen Modelle, die den weiblichen Busen zur Geltung bringen, schmiegen sich eng um die Taille an, um dann in Kniehöhe in großzügigen Falten zu Enden. Viele der pompösen Abendkleider waren mit Schleifen an den Schultern oder seitlich an den Hüften verziert. Kreationen, die der Haute Couture alle Ehre erweisen und Bilder hervorrufen, die an den Spiegelsaal von Versailles und an den verschwenderischen Luxus von Ludwig XIV., des Sonnenkönigs, erinnern lassen.