Epstein-Enthüllungen Kronprinzessin Mette-Marit verschiebt Reise

Kronprinzessin Mette-Marit hat ihre Reisepläne vorerst verworfen.
Kronprinzessin Mette-Marit hat ihre Reisepläne vorerst verworfen.
© imago/PPE
Während ihr Sohn vor Gericht steht, wollte Mette-Marit verreisen. Daraus wird nun nichts, die Reise ist verschoben, wie der Palast erklärt.

Die norwegische Kronprinzessin Mette-Marit (52) hat eine geplante, private Reise vorerst verschoben. Das hat das Königshaus gegenüber der Zeitung "Aftenposten" bestätigt. Die 52-Jährige steht seit den vergangenen Tagen massiv unter Druck, nachdem am Freitag mehrere Epstein-Dokumente veröffentlicht worden waren, in denen sie erwähnt wird. Aus den Akten geht hervor, dass die Kronprinzessin eine umfangreichere Verbindung zu dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (1953-2019) hatte, als bisher bekannt war.

Darüber hinaus steht der Sohn der Kronprinzessin, Marius Borg Høiby (29), seit Dienstag vor einem Osloer Gericht und wurde bereits zu den mannigfachen Straftaten, die ihm zur Last gelegt werden, befragt - insgesamt sind es 38. In mehreren Fällen von mutmaßlicher Vergewaltigung bekannte er sich norwegischen Berichten zufolge nicht schuldig.

"Eine vernünftige Entscheidung"

Als Mette-Marits Ehemann, Kronprinz Haakon (52), einige Tage vor Beginn des Prozesses gegen Marius Borg Høiby in Oslo vor die Presse trat, erklärte er, dass die Kronprinzessin für die nächsten Wochen eine private Reise geplant habe. Er ging damals jedoch nicht darauf ein, wohin sie reisen werde und wie lange sie wegbleiben wollte.

Laut "Se og Hør" erklärte die Königshaus-Expertin Tove Taalesen zu der nun verschobenen Reise: "Ich halte das für eine vernünftige Entscheidung, alles andere wäre angesichts der massiven Medienberichterstattung der letzten Tage ziemlich arrogant gewesen."

Zuvor hatte Mette-Marit auf die Epstein-Enthüllungen bereits mit einer ungewöhnlich offenen Stellungnahme reagiert. "Ich habe schlechtes Urteilsvermögen bewiesen und bereue, dass ich überhaupt Kontakt zu Epstein hatte. Es ist einfach peinlich", erklärte sie gegenüber "VG". Gleichzeitig betonte sie: "Jeffrey Epstein ist selbst für seine Handlungen verantwortlich. Ich muss die Verantwortung dafür übernehmen, dass ich Epsteins Hintergrund nicht besser überprüft habe."

Mette-Marit leidet auch unter schweren gesundheitlichen Problemen. Mitte Dezember hatte der Palast bestätigt, dass sich die Lungenfibrose der Kronprinzessin massiv verschlechtert hat. Professor Are Martin Holm vom Universitätsklinikum Oslo erklärte laut Palastmitteilung: "Wir nähern uns dem Zeitpunkt, an dem eine Lungentransplantation notwendig sein wird."

SpotOnNews

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