Karl Lagerfeld Der Modezar als Fotokünstler


Karl Lagerfeld zeigt, dass er mehr kann, als schöne Kleider zu entwerfen: Am Freitag hat der Modedesigner in Berlin seine Fotoausstellung "One Man Shown" eröffnet. Zu sehen ist immer die selbe Person.

Die rund 350 Fotografien und Installationen von Karl Lagerfelds Ausstellung "One Man Shown" zeigen die immer selbe Person: das amerikanische Model Brad Kroenig. Die Bilderreihen demonstrieren "die Evolution eines Gesichts, einer Begabung, einer Persönlichkeit", sagte Lagerfeld, der die Ausstellung gemeinsam mit dem Verleger Gerhard Steidl für die Galerie C/O Berlin konzipierte.

In den vergangenen dreieinhalb Jahren hatte Lagerfeld das von ihm entdeckte Model immer wieder fotografiert. Die Aufnahmen halten Kroenigs Entwicklung von einem unbekannten Gesicht bis hin zu einem der weltweit bestbezahlten männlichen Fotomodelle fest. Auf vielen der klassischen Schwarz-Weiß-Fotografien und Polaroids posiere Kroenig bewusst für die Kamera, einige Bilder seien aber rein zufällig entstanden, sagte Lagerfeld.

"Wie Hunger und Durst"

Seit den 90er Jahren ist der Modeschöpfer Lagerfeld auch als Fotograf erfolgreich. Beide Berufe machen ihn glücklich, sagte er bei der Ausstellungseröffnung. Er könne weder auf seine Arbeit als Modedesigner noch auf die Fotografie verzichten. "Das ist wie Hunger und Durst, man hat beides." Für seine fotografische Arbeit erhielt der gebürtige Hamburger 1996 den Kulturpreis der Deutschen Gesellschaft für Fotografie.

Die Ausstellung "One Man Shown" wird vom 25. November bis 4. Februar im ehemaligen Postfuhramt in der Oranienburgerstraße zu sehen sein.

DPA


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