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Madrider Modewoche: Fünf Mager-Models ausgeschlossen

Sie dürfen nicht auf den Laufsteg, weil sie das festgelegte Mindestgewicht nicht auf die Waage bringen: Bei der Madrider Modewoche sind fünf Models von den Schauen ausgeschlossen worden. In der letzten Woche in New York durften sie noch auf die Bühne.

Fünf Models sind wegen gravierenden Untergewichts von der Internationalen Modewoche in Madrid ausgeschlossen worden. Man wolle sicherstellen, dass die Models gesund aussähen, sagte die zuständige Ärztin Susana Monereo vor der am Montag beginnenden Show. Zudem solle den Jugendlichen kein Bild übertriebener Schlankheit vermittelt werden.

Demnach sind in Spanien nur noch Models auf dem Laufsteg erwünscht, deren Body-Maß-Index mindestens 18 entspricht. Eines der abgewiesenen Models habe bei einer Größe von 1,80 Meter weniger als 50 Kilogramm gewogen, was einem Body-Maß-Index von 16 entspreche, sagte eine Ärztin, die für die Überprüfung der Models zuständig ist. Drei der fünf abgewiesenen Models seien Ausländerinnen. Alle fünf seien von einer New Yorker Modeshow gekommen und es sei möglich, dass sie auf der Reise Gewicht verloren hätten, sagte die Direktorin von Pasarela Cibeles Leonor Perez Pita.

Die anderen 64 Models erfüllten die Vorgaben des Veranstalters. Unter ihnen ist auch ein Model, das im September 2006 noch als zu dünn ausgeschlossen worden war.

Diskussion um zu dünne Models

Seit den neunziger Jahren dominieren extrem dünne Models die Laufstege der internationalen Modeschauen. Nach dem Tod eines brasilianischen Models, das im vergangenen Jahr an den Folgen von Magersucht gestorben war, geriet der Ultra-Magerlook in die Kritik. Die Madrider Cibeles war im September 2006 die erste hochkarätige Modewoche, die Models mit zu starkem Untergewicht Laufstegverbot erteilte.

Auch in Italien und den USA wurde über den Ausschluss von Magermodels diskutiert. "Ich mag dieses extrem dünne Aussehen nicht und denke, es ist richtig, einen Grenzwert festzusetzen", sagte Designer Roberto Torreta im staatlichen spanischen Fernsehen.

Reuters/AP / AP / Reuters
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