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Mary Quant: Die Designerin, die die Mode revolutionierte

Der Minirock ist aus der Mode nicht mehr wegzudenken. Die Erfinderin des legendären Kleidungsstücks feiert heute 85. Geburtstag: Mary Quant.

Mary Quant im Jahr 1967 mit ihrem Ehemann Alexander Plunket Greene

Mary Quant im Jahr 1967 mit ihrem Ehemann Alexander Plunket Greene

Mary Quant, die Erfinderin des Minirocks, feiert am 11. Februar ihren 85. Geburtstag. Während das verführerische Stück Stoff heute nicht mehr aus der Mode wegzudenken ist, löste die Britin in den 60er Jahren noch eine regelrechte Revolte mit ihm aus. Kaum ein Kleidungsstück hat je eine Generation so sehr geprägt. Der Minirock steht für die Swinging Sixties, für Freiheit und Selbstbestimmung.

Mit der populären Rocklänge hat Mary Quant Modegeschichte geschrieben, so viel steht fest. Mitte der 50er-Jahre lehnten sich immer mehr Menschen gegen die prüde Garderobe und Geisteshaltung auf. Die Nachkriegsjahre waren überstanden, das Leben wollte gefeiert werden. Die Lehrerstochter, gerade mal 21 Jahre alt, eröffnete damals im Londoner Szeneviertel Chelsea ihre erste Modeboutique, Bazaar.

"Kürzer, kürzer"

Ihrer Zeit einen Schritt voraus, stellte sie schon bald fest, dass der Mode der Twist fehlte und niemand die Art von Kleidungsstücken herstellte, die ihr vorschwebten. Quant begann selbst zu nähen, wandelte die gängigen Schnittmuster ab und setzte dabei auf außergewöhnliche Stoffe von Harrods, Londons Edelkaufhaus. Sie entwickelte einen unverkennbaren Look: Simple Schnitte und mutige Statements. Ihre Modelle waren an den Beatnik-Stil der späten 50er angelehnt, jedoch setzte sie diesen mit kräftigen Farben und raffinierten Mustern um. Und kürzeren Rocklängen.

"Kürzer, kürzer", forderten die Kunden, erzählte Quant einst in einem Interview. Also ließ die zierliche Designerin mit der charakteristischen Helmfrisur die Rocklänge weit über die kritische Knielänge wandern und entwarf die erste Mini-Kollektion, benannt nach ihrem Lieblingsauto. Ihr Logo einer stilisierten Blüte stand für die Befreiung der Frau, die Pille, wirtschaftlichen Aufschwung und Spaß. "Sie feierten die Jugend, das Leben und die enormen Möglichkeiten", so Quant einst in einem Interview mit der "Vogue" über ihre ikonischen Kleidungsstücke. Das Stückchen Stoff traf den Nerv einer ganzen Generation und sorgte sowohl bei den Frauen als auch den Männern für Furore.

Seither ist der Minirock nicht mehr aus der Mode wegzudenken. Wurde er in den 60er-Jahren noch im androgynen Twiggy-Style getragen, bekam er in den 80ern und Anfang der 90er mehr Kurven; zusammen mit Schulterpolstern und bunten Wollstoffen stilisierte er die taffe Karrierefrau. Erst Ende der 90er-Jahre entwuchs er seinem Statement-Status - nicht zuletzt durch die US-Serie "Sex and the City", mit der sogar der Mikro-Mini salonfähig wurde. Seither ist kaum eine Saison vergangen, in den Modedesigner den Minirock nicht in ihre Kollektionen integriert habe. Wenn das mal kein Grund zum Feiern ist: Happy Birthday, Mary Quant!

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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.