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Kleider-Panne Zu sexy für Wimbledon - Nike näht Tennis-Röcke um

Katie Boulter Nike Wimbledon
Das umstrittene Nike-Kleid: Katie Boulter beim Return.
© Picture-Alliance
Weiß müssen sie sein: Beim Tennis-Turnier von Wimbledon gelten strenge Kleidervorschriften - auch für die Spielerinnen. Aus Angst, die Röcke der Damen könnten zu kurz geraten sein, startet Nike eine Rückrufaktion. 

Weiße Kleidung und sogar weiße Unterwäsche: Wie streng die Kleidervorschriften beim Tennis-Turnier von Wimbledon gehandhabt werden, musste im vergangenen Jahr die Tschechin Barbora Strýcová erfahren. Vorm Spiel wollte ein Offizieller unter ihren Rock. "Es ist sehr seltsam, wenn mir jemand unter den Rock schauen will, um zu sehen, ob ich auch weiße Unterhosen trage", sagte sie hinterher. Beim Thema Kleidung verstehen die Wimbledon-Veranstalter keinen Spaß.

Wimbledon: Röcke zu kurz

Das ruft in diesem Jahr Tennis-Ausrüster Nike auf den Plan. Der US-amerikanische Sportartikelhersteller hat nach Informationen der britischen Tageszeitung "Daily Mail" die Kleider der Tennis-Damen zurückgerufen. Der Grund: Die Röcke sind zu kurz.

Offenbar hatten sich mehrere Spielerinnen, die von Nike ausgerüstet werden, über das Kleidungsstück mit dem Namen "Nile Premier Slam" beschwert. Das Kleid rutsche beim Aufschlag über die Taille und gebe so nicht nur einen kleinen Einblick auf die Unterwäsche preis, sondern ließe die Spielerinnen fast nackt dastehen.

Nike ruft Kleider der Tennis-Spielerinnen zurück

Nike reagierte nun mit einer Rückrufaktion. Rund 20 Teilnehmerinnen, darunter die Tennis-Stars Eugenie Bouchard und Laura Robson, mussten ihre Kleider abgeben. Sie sollen bis zu Beginn des Turniers am 27. Juni so geändert werden, dass der Rock nicht mehr über die Taille rutscht.

Die 19-jährige britische Tennisspielerin Katie Boulter wusste sich derweil selbst zu helfen. Bei einem Turnier in England trug sie einen Stoffgürtel über ihrem Nike-Dress. Er sollte verhindern, dass ihre Unterhose beim Aufschlag zu sehen ist.

Weiße Kleidung gegen Schweißflecken

Traditionell sind den Wimbledon-Spielern nur weiße Outfits gestattet, 1995 gab es eine Verschärfung: Seitdem verlangen die Organisatoren "hauptsächlich weiße Kleidung". Konkret bedeutet dies, dass mindestens 90 Prozent der Spielkleidung in Weiß gehalten sein muss. 


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