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SMS fehlgeleitet: Oma lädt versehentlich Fremden statt Enkel zu Thanksgiving ein - und alle freuen sich

Eigentlich wollte eine Frau aus Arizona ihren Enkel zu Thanksgiving einladen. Doch die Einladungs-SMS verschickte sie versehentlich an eine fremde Person. Ein Jahr später lädt sie diese wieder ein - aber nun mit Absicht.

Einladung ist Einladung - und so bereitet Wanda Dench auch einen Teller für Jamal Hinton vor

Einladung ist Einladung - und so bereitet Wanda Dench auch einen Teller für Jamal Hinton vor

Jamal Hinton war zunächst überrascht, erklärte er im Interview mit "The Arizona Republic", dann freute er sich aber sehr auf die Einladung. Es geschah bereits im letzten Jahr, als Oma Wanda Dench aus Arizona den Wildfremden versehentlich zu sich nach Hause einlud.

Sie hatte beim Eintippen der Nummer einen Zahlendreher und schickte die SMS nicht wie geplant an ihren Enkel, sondern an Jamal Hinton - der die Thanksgiving-Einladung dankend annahm. Auch in diesem Jahr durfte der 18-Jährige wieder an dem Familienfest teilnehmen - um die Tradition zu wahren. 

Die Story wurde auf Twitter mehr als 200.000 Mal geteilt. Der Dialog aus dem vergangenen Jahr ist wie folgt überliefert: Wanda Dench schickt ihrem vermeintlichen Enkel Brandon Burgoyne die alljährliche Thanksgiving-Einladung mit den Worten: "Thanksgiving-Essen bei mir am 24. November um 15 Uhr. Sag Bescheid, ob du kommst. Ich hoffe, ihr kommt alle vorbei. Das gilt natürlich auch für Amanda und Justin". Die Nachricht erreicht aber Jamal Hinton, der ihr verwundert antwortete: "Wer ist denn da?" - "Deine Oma", lautet prompt die Antwort. "Kannst du mir ein Foto von dir schicken?", fragt der damals 17-Jährige und er erhält das Bild einer Fremden. Nach kurzem Innehalten klärt er das Missverständnis auf, fragt aber im gleichen Zug, ob er dennoch zum Essen kommen dürfe. Die Antwort lautet "ja"! Oma Wanda wolle das tun, "was Großmütter eben tun - alle mit Essen versorgen."

Aus einem Missverständnis wird Tradition

Auch in diesem Jahr erhielt Jamal eine Einladung zu Thanksgiving. Er freute sich sehr. Für ihn steht die Einladung nämlich nicht nur für eine nette Geste, sondern auch für Akzeptanz seiner Hautfarbe: "Für mich ist es ein Zeichen gegen Rassismus". Und Wanda ergänzt im Video: "Man muss nicht den Hintergrund eines Menschen kennen, um jemanden zu mögen." Für Wanda war diese Aktion selbstverständlich, doch der zahlreiche Zuspruch aus den Sozialen Netzwerken rührte sie dann doch zu Tränen.

Jamal brachte 2017 noch seine Freundin und einen Kürbiskuchen mit. Er sieht in Wanda inzwischen eine Adoptiv-Großmutter. "Wir sind nicht nur nur eine erweiterte Familie - das beste ist - wir sind Freunde", sagte Wanda. Etwa einmal wöchentlich haben die beiden seitdem Kontakt. "Und wenn Du nächstes Jahr wieder eingeladen wirst?", fragt der Interviewer Jamal, "dann werde ich wieder hier sein, denn zu Großmutter sagt man nicht 'nein'". 


dm
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