HOME

Sinnvolles Party-Accessoire: Es gibt jetzt ein Armband, das vor K.o.-Tropfen im Getränk warnt

K.o.-Tropfen im Drink setzen das Opfer außer Gefecht. Wie real diese Gefahr ist, musste Kim Eisenmann schon einmal mit anschauen. Jetzt hat sie ein Armband entwickelt, das vor K.o.-Tropfen schützen soll. Und jeder kann es nutzen.

Das Armband gegen K.o.-Tropfen funktioniert wie ein Teststreifen

Das Armband gegen K.o.-Tropfen funktioniert wie ein Teststreifen

Bewusstlos, hilflos, handlungsunfähig: Werden einem ahnungslosen Menschen K.o.-Tropfen verabreicht, können die Folgen schlimm sein. Im Bereich von sexuellen Straftaten und bei Raubüberfällen spielt die chemische Substanz eine Schlüsselrolle, weil das Opfer nach dem Konsumieren von K.o.-Tropfen das Bewusstsein verliert.

K.o.-Tropfen sind so tückisch, weil sie farb- und geruchlos sind. Schnell können sie von Tätern auf Partys oder Konzerten in Getränke gemischt werden. Gerät GHB, eine der bekanntesten K.o.-Tropfen-Sorte, ins menschliche System, setzt es an den gleichen Rezeptoren wie Alkohol an, nur dass dabei stärkere Symptome hervorgerufen werden. Anschließende Handlungsfähigkeit und ein Filmriss führen zur Wehrlosigkeit des Opfer.

Armband gegen K.o.-Tropfen im Drogeriemarkt zu kaufen

Damit es erst gar nicht so weit nicht kommen kann, hat Kim Eisenmann ein Armband entwickelt, das vor K.o.-Tropfen schützen soll.

Kim Eisenmann ist die Gründerin von "Xantus"

Kim Eisenmann ist die Gründerin von "Xantus"

Zusammen mit ihrem Freund Sven Häuser hat die 25-Jährige das Produkt Xantus auf den Markt gebracht, das es nun in der Drogeriekette dm zu kaufen gibt. Nach 72 Stunden war das Armband bereits ausverkauft, es kam zu Lieferengpässen. Nach Ostern sollen die Armbänder wieder in den Regalen liegen. 

In einem Interview mit dem "Handelsblatt" sagte Eisenmann zu ihrer Idee: "Im vergangenen Sommer war ich mit meinem Freund Sven auf einem Stadtfest und dort wurde eine Bekannte von uns Opfer von K.o.-Tropfen." Sie sei nachts in einem Park gefunden worden, schlimm verletzt. "Die Gefahr hat sich so nah angefühlt." Deswegen wollten die beiden etwas in Bewegung setzen.

Wie funktioniert das Armband?

Laut ihrer Website ist Xantus für den Fall gedacht, dass man sein Getränk aus den Augen gelassen hat – und von einem unguten Gefühl beschlichen wird. Dann kann man auf das Armband, das wie ein Teststreifen funktioniert, einen Tropfen des Getränks tupfen. Zuvor muss man den Drink umrühren. Nach zwei Minuten wird das Ergebnis sichtbar: Färbt sich das Testfeld blau, sind K.o.-Tropfen darin. "Blau ist böse", nennen das die Erfinder.

Es gibt zwei Punkte für jeweils einen Test für K.o.-Tropfen sowie eine kleine Anleitung

Es gibt zwei Punkte für je einen Test für K.o.-Tropfen auf dem Armband sowie eine kleine Anleitung

Mit einem Armband können zwei Getränke getestet werden. Es ist weiß und so auch bei Schwarzlicht gut zu sehen, einerseits zur Erinnerung für die Trägerin/den Träger, andererseits soll es Tätern zeigen, dass man vorbereitet ist.

Quellen: xantus-drinkcheck.de, "orange.handelsblatt"

she
Themen in diesem Artikel