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FC Bayern Julian Nagelsmann will nach zwei Wochen Quarantäne zurück auf die Bank: "Du willst arbeiten"

Julian Nagelsmann hat die Corona-Infektion überstanden
"Man merkt, dass irgendwas im Körper war": Julian Nagelsmann hat die Corona-Infektion überstanden
© Sven Hoppe / DPA
Der FC Bayern kann beim fest eingeplanten Nagelsmann-Comeback am Spielfeldrand einen Haken unter die Gruppenphase der Champions League machen. Dafür würde gegen Benfica schon ein Unentschieden ausreichen.

Zwei Wochen in Corona-Quarantäne reichen Julian Nagelsmann vollauf. Am Abend (21.00 Uhr im stern-Liveticker und bei Amazon Prime Video) sollen ihn seine Spieler und die Fußballfans des FC Bayern in der Münchner Allianz Arena gegen Benfica Lissabon wieder live in Aktion erleben.

"In der Phase, wo wir viele Spiele haben, die eine große Bedeutung haben, ist es komisch, ungewohnt und nicht das, was du haben willst als Trainer", sagte der geimpfte Nagelsmann zu seinem Stadion-Entzug wegen der Infektion mit dem Coronavirus. "Du willst arbeiten mit den Spielern auf dem Platz und bei den Spielen dabei sein", sagte der 34-Jährige am Montag. Beim Abschlusstraining fehlte er nochmal.

Ergebnis des PCR-Tests fehlt noch

Corona-Tests: Ein negativer PCR-Test am Morgen des Spieltags soll Nagelsmann das erwartete Grüne Licht für die Stadion-Rückkehr geben. Mehrere Schnelltests an den vergangenen Tagen seien negativ gewesen, berichtete der Trainer am Montag. "Ich fühle mich gut. Man merkt, dass irgendwas im Körper war", sagte Nagelsmann.

Ausgangslage: Nach dem 4:0 vor zwei Wochen in Lissabon, dem ersten von vier Spielen, das Nagelsmann bislang verpasste, können die Münchner schon am vierten Gruppenspieltag ins Achtelfinale einziehen. Mit neun Punkten und 12:0 Toren führen die Bayern die Gruppe E klar vor Benfica (4 Zähler), dem FC Barcelona (3) und Dynamo Kiew (1) an. Sogar ein Unentschieden würde gegen Lissabon ausreichen. Aber Nagelsmann peilt die ideale Ausbeute von "zwölf Punkten" an.

Wichtige Woche: Nach dem 5:2 bei Union Berlin geht es für die Bayern gegen Benfica auch darum, nach dem 0:5-Pokaldesaster gegen Gladbach eine weitere positive Antwort zu geben. Zumal zum Abschluss der Woche am Samstag das Bundesliga-Spitzenspiel gegen den SC Freiburg ansteht. Nagelsmann hat diese Partie bereits mit im Blick. Er kündigte an, die Belastung zu verteilen. Er könnte Vielspieler ein wenig schonen.

Personal: Nationalspieler Leon Goretzka hat eine schmerzende Fleischwunde am Fuß so weit auskuriert, dass er wieder in den Fußballschuh kommt. Auch Lucas Hernández war nach einer Fußprellung, die er in Berlin erlitten hatte, am Montag beim Abschlusstraining dabei. Leicht angeschlagen ist Alphonso Davies, der an seinem 21. Geburtstag darum womöglich zunächst auf der Bank sitzen könnte. Davies wünscht sich "drei Punkte und eine gute Leistung".

Robert Lewandowski läuft zu 100. Mal auf

Benfica: Das Hinspiel in Lissabon war lange Zeit offen. Erst in der 70. Minute brachte Leroy Sané mit einem tollen Freistoßtor die Bayern in Führung. Danach ging es Schlag auf Schlag, am Ende hieß es 4:0. Nagelsmann glaubt darum, dass Portugals Topclub in München kaum anders agieren wird. "Sie werden nicht so viel ändern, weil sie es auch im Hinspiel gut gemacht haben", sagte der Bayern-Coach.

Jubiläum: Robert Lewandowski könnte zum 100. Mal in der Champions League auflaufen. Der Weltfußballer würde damit als dritter Profi nach Angriffs-Kollege Thomas Müller (127 Spiele) und Torwart Manuel Neuer (122) die besondere 100-Spiele-Marke erreichen. Rekordspieler der Champions League ist Cristiano Ronaldo mit 179 Einsätzen.

Mit den Jahren hat sich der 33-jährige Lewandowski in seiner Spielweise gewandelt. Er ist nicht mehr nur ein reiner Torjäger, sondern "ein sehr mitspielender Stürmer", wie Nagelsmann sagte. Das Toreschießen ist aber immer noch Lewandowski Lieblingsbeschäftigung: Bei 78 Treffern steht er in Europas Königsklasse, die 100-Tore-Marke hat der Pole ebenfalls längst im Visier.

tis / Klaus Bergmann

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