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Netflix-Dokumentation: Seth Rogen will Film über das Fyre Festival drehen – wird der "Blow Job Guy" dabei sein?

Das Fyre Festival wird wohl in die Geschichte eingehen – als katastrophalstes Festival ever. Nach der Netflix-Doku will nun auch Seth Rogen ein Stück vom Kuchen haben und einen Film über das Festival drehen. Wird der "Blow Job Guy" aus der Doku dabei sein?

Netflix-Doku über das Fyre-Festival

Das Fyre-Festival endete 2017 in einer Katastrophe. Das zeigt auch die Netflix-Doku, links ein Ausschnitt daraus. Rechts zu sehen ist Andy King, besser bekannt als "Blow Job Guy".

Dass das Fyre Festival im Frühling 2017 katastrophal scheiterte, war uns allen bekannt. Das ganze Ausmaß lässt sich aber erst in der neuen Netflix-Doku "Fyre: The Greatest Party That Never Happened" erahnen. Statt Villen gab es Zelte, statt Luxusbetten durchnässte Matratzen, statt Sterneküche billiges Fastfood. Für die Tickets haben einige Besucher bis zu 12.000 Dollar bezahlt, doch schon nach wenigen Stunden musste das Festival abgesagt werden. 

Das Fyre Festival wird zum Desaster – die Netflix-Doku zum Hit

Eine Geschichte also, wie man sie sich kaum besser ausdenken könnte – oder? Seth Rogen und die Comedy-Truppe "The Lonely Island" ließen kurz nach dem Desaster vor zwei Jahren via Twitter verkünden, dass sie bereits an einem Film arbeiteten, bei dem auf einem Festival alles "schrecklich schief" geht. "Ernsthaft, wir überlegen, das Fyre Festival zu verklagen, weil sie unsere Idee geklaut haben", schrieb die Truppe. Aber was ist nach der Netflix-Doku aus der Idee geworden? 

In einem aktuellen Interview mit dem Online-Magazin The Daily Beast sagt Jorma Taccone, ein Mitglied von "The Lonely Island", dass sie immer noch dran sind. Es soll wohl eine Parodie werden, im Stil ihrer Mockumentary "Popstar: Never Stop Never Stopping" auf die Musikindustrie von 2016. Er habe die Netflix-Doku bereits drei Mal gesehen – aber besonders sei er vom "Blow Job Guy" begeistert. "Ich dachte, ich würde den Typen für alles anstellen", sagt er. "Dieser Typ ist ein Champion."

Wer ist dieser "Blow Job Guy"?

Aber wer ist dieser "Blow Job Guy"? Sein echter Name ist Andy King. Und Andy hätte für den Erfolg des Fyre Festivals scheinbar alles gegeben – sogar einem Zollbeamten einen Blow-Job. Das erzählt er jedenfalls in der Netflix-Doku, peinlich berührt aber gerade heraus. Es ging um einige Container gefüllt mit Wasser der Marke Evian. Billy McFarland, der Gründer des Festivals, rief ihn an und sagte: "Andy, du musst dich für das Team opfern". Was er damit meinte war, er als "wundervoller, schwuler Anführer" solle einen korrupten Zollbeamten oral befriedigen, damit das Evian-Wasser freigegeben – und somit das Festival gerettet - wird.

Statt empört aufzulegen, wie es vielleicht jeder andere gemacht hätte, fuhr Andy tatsächlich nach Hause, duschte, benutzte Mundwasser und fuhr zum Zoll, um sich "zu opfern". "Vollkommen vorbereitet" stand er dann in dem Büro des Beamten – der lediglich die Einfuhrsteuer in Höhe von 175.000 Dollar wollte. Mit dieser Anekdote schaffte Andy es mittlerweile zum Internet-Meme. 

Wird Andy King bald Filmstar?

Alle lieben den "Blow Job Guy". In einem Interview mit Vanity Fair erzählt Andy King, dass er drei Angebote für TV-Shows von größeren Fernsehsendern wegen seines Auftritts in der Doku bekommen habe. Er könne sich durchaus vorstellen, bei seiner Arbeit als Event- und Festival-Organisator von einem Kamerateam für eine Reality-Show begleitet zu werden. Und auch von Trinkwasser-Herstellern soll er schon umworben worden sein. Und wenn Jorma Taccone und seine Comedy-Truppe tatsächlich so große Fans von Andy sind, könnte er bald vielleicht sogar Filmstar werden. Das Mundwasser hat sich also in jedem Fall gelohnt.

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Quellen: The Daily Beast / Vanity Fair / Netflix

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