HOME

Selbstgemachte Pomade: Reporter spuckt sich vor laufender Kamera in die Hand – um sich die Haare zu richten

Ja, Matt Bradley berichtet aus einem Kriegsgebiet. Ja, er hat andere Prioritäten. Aber wie er sich da vor laufender Kamera in die Hand rotzt, um sich die Haare glatt zu streichen, ist trotzdem ziemlich witzig – und ein bisschen eklig.

Wer für seinen Lebensunterhalt täglich vor der Kamera steht, hat natürlich ein Interesse daran, sich von seiner Schokoladenseite zu präsentieren. Schnell nochmal checken, dass man auch nichts zwischen den Zähnen hat, bevor das rote Aufnahmelicht angeht, vielleicht nochmal die Stirn abpudern, bevor die Aufmerksamkeit zahlreicher Fremder auf einem liegt – all das ist völlig verständlich.

Verständlich ist auch, dass Reporter Matt Bradley, der für den US-amerikanischen Sender "MSNBC" aus Syrien berichtete, noch einmal seine Haare richten wollte, bevor Studiomoderator Ali Velshi zu ihm schaltete.

Nur blöd: Zum einen hatte Bradley ganz offensichtlich gerade keine Haarprodukte zur Hand und zum anderen hatte Velshi schon längst an ihn übergeben. Weshalb Nachrichtenzuschauer zu sehen bekamen, wie sich der Reporter noch fix in die Hand spuckte, und versuchte, die eigenwillige Matte mit der selbstgemachten Pomade zu bändigen.

Beim Sender bemerkte man recht schnell, dass die Verbindung zu Bradley offensichtlich nur einseitig stand und schaltete zurück ins Studio. Doch im Hintergrund war der Reporter immer noch zu hören, fragte seinen Kameramann, offenbar in Bezug auf seine Haare: "Oke? Gut? Besser?"

Twitter: "Der hat bestimmt bald seine eigene Haarproduktlinie"

Und während man natürlich festhalten sollte, dass Matt Bradley sich in einem Kriegsgebiet befindet und ziemlich sicher größere Probleme als die Beschaffung von Haargel hat, ist es doch ein bisschen lustig. Und ein kleines bisschen eklig. 

Eine Twitter-Userin filmte die Szene von ihrem Fernseher ab und teilte sie mit ihrer Community, in der sie sich rasend schnell verbreitete und tausendfach kommentiert wurde. So schreibt eine Userin beispielsweise: "Ich würde das gerne wieder entsehen." Und eine andere prophezeit: "Der hat bestimmt bald seine eigene Haarproduktlinie." Und natürlich zog jemand den einen Vergleich, der gezogen werden muss: Cameron Diaz in "Verrückt nach Mary". [Solche Anspielungen sollen gern erklärt werden, da davon auszugehen ist, dass nicht jeder sie versteht. Aber wer die hier nicht versteht, sollte sich dringend Gedanken um seine Prioritäten machen. Anm. d. Red.]

Jeff Bridges, Steve Carell & Co: Die besten Werbespots zum diesjährigen Super Bowl - gespickt mit Hollywood-Stars
jgs
Themen in diesem Artikel