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Umstrittener Trend: Youtuberin Katja Krasavice provoziert mit Fremdgeh-Tutorials

Sex-Themen statt Schminkvideos: Youtube-Star Katja Krasavice eckt mit obszönen Themen und freizügigen Outfits an. Aber sollte man dem meist ja recht jungen Publikum der Plattorm solche Videos wirklich zumuten?

Ein Fremdgeh-Tutorial von YouTuberin Katja Krasavice

Sie setzt auf Provokation: Youtuberin Katja Krasavice gibt Tipps zum Fremdgehen

Eines muss ganz klar gesagt werden: Mit dem, was man normalerweise unter dem Begriff Youtuberin versteht, hat Katja Krasavice nichts zu tun. Sie dreht keine Schminkvideos oder zeigt ihre Shopping-Ausbeute. Die Videos, die Krasavice auf ihrem Kanal veröffentlicht, gehen vielmehr mit Karacho unter jede Gürtellinie. Ihr neuester "Trend": Anleitungen zum "richtigen Fremdgehen".

Die meisten Nutzer klicken, um sich zu beschweren

Das Erotiksternchen setzt in ihren Videos auf knappe Outfits und Provokation. Mit Erfolg: Die 21-Jährige hat fast eine Million Abonnenten, ihre Clips werden schnell mehr als 500.000 mal angeklickt. Die Kommentare zeigen deutlich, dass die meisten Besucher nur kommen, um Krasavice in Unterwäsche zu sehen – oder sich über sie zu empören.

Dass kürzlich in der "Hamburger Morgenpost" ausgerechnet die freizügige Ballermann-Sängerin Mia Julia Brückner (30) gegen die Youtuberin und speziell deren Fremdgeh-Tutorials wetterte, kann man wohl unter Eigen-PR abhaken. Aber die Frage ist dennoch berechtigt: Kinder verbringen viel Zeit auf Youtube, sehen zu den Stars der Szene auf. Sollen die mit derartig hanebüchenen Lebensweisheiten aufwachsen?

Kommt mit einer solchen Reichweite auf einem Kanal wie Youtube, den noch immer größtenteils junge Nutzer konsumieren, nicht auch Verantwortung daher? Als Frischpubertierender ist einem vermutlich noch nicht bewusst, dass jemand wie Krasavice ihre kruden Standpunkte ausschließlich für Klicks und Geld anpreist, nicht aus Überzeugung.

Erfolg gleich Verantwortung?

"Ich gebe auch zu, ich bin schon mega oft fremdgegangen, das muss man erstmal schaffen", ist nur einer der schmerzhaft dümmlichen Sätze, die in Katja Krasavices Videos fallen. "Ich hasse auch Menschen, die fremdgehen, dennoch tu ich's auch." Man möchte nicht nur leicht beeinflussbare Teenager von den Rechnern wegziehen, wenn man sowas hört. Irgendwie möchte man das Mädel auch vor sich selber schützen.

Krasavices Tipps sind dann so banal, wie man sich das vorstellt: Die Nummer des Lovers etwa unter einem falschen Namen im Handy speichern. Das ganze Thema dient der Blondine nur als ein neuer Anlass, zu provozieren und dabei beiläufig das Bikini-Oberteil verrutschen zu lassen.

Aber so lange die Nutzer weiter klicken, wird es solch fragwürdigen Content auch weiterhin auf Youtube geben.

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wt