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"Yorkshire Fields": Ein Schüler führt 500.000 Leute mit seinem Fake-Festival an der Nase herum

Liam Gallagher, Arctic Monkeys, The 1975, Milky Chance: Das klingt nach einem Festival-Line-up, zu schön um wahr zu sein, oder? Ist es auch! Die Ankündigung für ein Fake-Festival, das ein 16-jähriger Schüler initiierte, hat auf Facebook 500.000 Leute erreicht. Aber wie?

Fake-Festival "Yorkshire Fields" geht viral

Tausende Leute haben sich auf das "Yorkshire Fields"-Festival gefreut – und wurden bitter enttäuscht (Symbolbild)

Unsplash

Liam Gallagher, Arctic Monkeys, The 1975, Milky Chance ... welcher Indie-Fan kann bei so einem Line-up schon "Nein" sagen? Das haben scheinbar auch die 500.000 Leute nicht gekonnt, die die Ankündigung für das "Yorkshire Fields"-Festival auf Facebook erreicht hat. Sie haben fleißig gelikt, kommentiert, geteilt und zugesagt. Blöd nur, dass das Festival überhaupt nicht existiert – zumindest nicht außerhalb des Kopfes des 16-jährigen Schülers Ollie Yates. 

📣 LINE-UP ANNOUNCEMENT 📣 The long awaited announcement for the first ever Yorkshire Fields is here 🎊 With artists...

Gepostet von Yorkshire Fields am Freitag, 14. Dezember 2018

"Die langersehnte Ankündigung für das erste 'Yorkshire Fields' ist da", heißt es in dem Post, der das vermeintliche Plakat des Festivals mit einem sehenswerten Indie-Line-up zeigt. Die Veranstaltung sei vom 2. bis 4. August 2019 in Broughton, England. "All diese Künstler treten auf vier Hauptbühnen auf." Der Ticketverkauf solle im März starten. Ansonsten gibt es keine weiteren Details. 

Nach drei Tagen hat das Festival 500.000 Leute erreicht

Innerhalb von drei Tagen verbreitet sich der Post über ganz Facebook. Tausende kommentieren den Post und verlinken ihre Freunde, teilen ihn oder liken die Facebook-Seite. Dem Schüler allerdings scheint die ganze Sache über den Kopf zu wachsen. Er beschließt, die ganze Sache aufzulösen: Für die Schule habe er das Sozialexperiment gestartet, um zu testen, wie man ein Business durch Social Media aufbauen kann. Das Ergebnis scheint klar: Man kann es ziemlich einfach. Zu einfach – mit lediglich 5 Pfund (ca. 5,55 Euro), die er bezahlt hat, um den Post auf Facebook zu pushen. 

Sogar Caterer, Fotografen und Medienleute haben den Festival-Account für eine Zusammenarbeit kontaktiert, schreibt Ollie in seiner Entschuldigung auf Facebook. "Durch das hier kann ich ein großes Projekt starten, darüber, wie Menschen dadurch beeinflusst werden, was sie in den sozialen Medien sehen – und wie Firmen dadurch so mächtig werden können." Er fügt hinzu: "Ich habe das hier nicht gemacht, um den Ruf von irgendeinem Künstler oder einer Firma zu schädigen. Es wurde sichergestellt, dass keine Tickets verkauft werden." 

To all those that have liked, commented and shared everything about Yorkshire Fields, I would like to announce that this...

Gepostet von Yorkshire Fields am Montag, 17. Dezember 2018

"Man sollte nicht alles glauben, was man sieht"

"Ich wollte außerdem zeigen, was für einen Einfluss Firmen darauf haben, was wir auf Social Media sehen, und dass man nicht alles glauben sollte, das man sieht", sagt Ollie gegenüber "Ladbible.com". Bevor ihr also das nächste Mal Freunde unter Gewinnspielen, Veranstaltungen und Meldungen verlinkt, solltet ihr vielleicht erstmal checken, ob das nicht alles einfach ein Fake ist. Das erspart eine ganze Menge Frust.

Mittlerweile gibt es sogar eine Petition, die das "Yorkshire Fields" tatsächlich möglich machen soll. Wir werden sehen, ob das klappt. Bisher haben weniger als 100 Leute unterschrieben (Stand: 9.50 Uhr, 22.12.18) – sie wurde allerdings auch erst vor wenigen Stunden gestartet.

Ein Dixi-Klo auf einem Festival
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Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.