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US-Rapper Wie einst Johnny Cash: Kanye West gibt Geheimkonzert im Gefängnis

US-Rapper Kanye West
US-Rapper Kanye West bei einem Auftritt in Norwegen (Symbolbild)
© Gonzales Photo / Tord Litleskare / Picture Alliance
Kanye West hat zwei Überraschungskonzerte in einem Gefängnis im US-Bundesstaat Texas gegeben. Wie einst Johnny Cash trat der Rapper vor Häftlingen – streng nach Geschlecht getrennt – auf.

Auf den Spuren von Johnny Cash: US-Rapper Kanye West ist in Houston, Texas, überraschend in einem Gefängnis aufgetreten. Wie auf dem Youtube-Kanal des zuständigen Sheriffs zu sehen ist, gab der Ehemann von Kim Kardashian dort gemeinsam mit einem Chor zahlreiche Lieder – vor allem aus seinem neuen Album "Jesus is King" – vor den Häftlingen zum Besten. Der Auftritt war nach US-Medienangaben zweigeteilt: Zunächst performte er vor rund 200 männlichen Insassen, anschließend wechselte er die Straßenseite und gab vor weiblichen Gefangenen erneut ein Konzert.

Wie der zuständige Sheriff Ed Gonzales verriet, habe West erst am Mittwoch kurzfristig angefragt, ob er in den Justizvollzugsanstalten am Freitagvormittag auftreten dürfe. Er habe darum gebeten, dies im Vorfeld nicht publik zu machen, da er sein Engagement nicht öffentlich breittreten wolle. Ganz verheimlichen konnte der Rap-Star sein Engagement allerdings nicht: Auch Jason Spencer, der Sprecher des Harris County Jail, ließ es sich nicht nehmen, ein Selfie von sich und Kanye West aus einem Aufzug bei Twitter zu posten. 

Kanye West will 2024 US-Präsident werden

Das wohl berühmteste Gefängnis-Konzert gab Country-Star Johnny Cash. Daraus entstand das Album "At Folsom Prison". Aufgenommen wurde es am 13. Januar 1968 zusammen mit June Carter, Carl Perkins, den Statler Brothers und der Carter Family im kalifornischen Folsom State Prison. Das Livealbum landete auf Platz eins der Country-Album-Charts und war zweieinhalb Jahre in den US-Pop-Charts vertreten. Das Musikmagazin "Rolling Stone" wählte es auf Platz 88 der Liste "500 Greatest Albums of All Time".

Zuletzt hatte West beim Fast Company Innovation Festival wieder einmal angekündigt, US-Präsident werden zu wollen. "Wenn ich 2024 für das Präsidentenamt kandidiere, würde ich so viele Jobs schaffen", sagte der Rapper und sorgte im Publikum für einige Lacher. Aber: Wer weiß, vielleicht hat er mit seinem Geheimkonzert im Gefängnis einen Grundstein für eine erfolgreiche politische Karriere gelegt.

rpw / SpotOn

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