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Nie wieder "Last Christmas": "Whamageddon": Warum wir dieses Spiel dringend auch in Deutschland brauchen

Kannst du "Last Christmas" von Wham! noch hören oder bluten dir schon die Ohren? Falls du letzteres bejaht hast, solltest du im nächsten Jahr in Erwägung ziehen, "Whamageddon" zu spielen!

Szene aus "Last Christmas" von Wham!

"Last Christmas" von Wham! ist einer der wohl bekanntesten Weihnachtshits

Weil wir wissen, dass schon die Erwähnung des Titels zu akuter Mitsingeritis führen kann, wollen wir hier noch einen kurzen +++OHRWURM-ALERT+++ einbauen. Damit am Ende keiner sagen kann, wir hätten ihn nicht gewarnt.

Im Supermarkt, im Restaurant, in jedem Einkaufszentrum, im Radio beim Zahnarzt – es gibt kein Entrinnen. Mit der Weihnachtszeit hat wie jedes Jahr auch dieses eine Lied wieder Einzug in unser Leben genommen: "Last Christmas" von Wham! (I gave you my heart and the very next daaay, you gave it awaaayyy… Und los geht's!) Doch eine kleine aber feine Gruppe von Menschen hat es sich zum Ziel gemacht, dem "Whamageddon" zu entgehen und dabei gleich noch ein nettes Spiel für Groß und Klein erfunden.

Nie wieder "Last Christmas": So funktioniert "Whamageddon" 

Die Regeln, die auf der Website von "Whamageddon" aufgelistet sind, lauten wie folgt:

  1. Der Sinn des Spiels ist es, so lange wie möglich zu überleben, ohne "Last Christmas" zu hören.
  2. Das Spiel beginnt am 1. Dezember und endet am 24. Dezember um Mitternacht.
  3. Nur die Original-Version gilt. Scheiß auf Remixes und Cover.
  4. Du bist tot, sobald du den Song erkennst.

Ein ganzer Dezember ohne "Last Christmas"?! Klingt irgendwie traumhaft und irgendwie fast ein bisschen, als würde dann was fehlen – und vor allem klingt es absolut unmöglich! Der Song ist allgegenwärtig – eigentlich müsste man doch schon nach zwei Stunden ins Gras beißen.

Aber nicht, wenn man beispielsweise die Tipps von Twitter-User Mark Peterborough befolgt. Er schreibt: "1. Schalte Fernsehwerbung auf stumm. 2. Wenn du ausgehen willst, such dir einen Pub mit Live-Musik. 3. Vermeide Vorabendserien. 4. Schalte das Radio auf lautlos ein und drehe die Lautstärke erst hoch, wenn du einen Rocksender ausgewählt hast. 5. Gehe nur mit Kopfhörern einkaufen." Wer es trotzdem nicht schafft, dem Death by Wham! zu entgehen, geht in die virtuellen ewigen Jagdgründe von "Whamhalla" (einer Online-Gruppe), wo weitere Opfer auf ihn warten.

Radiosender und Pubs schmeißen den Song extra aus der Playlist

Während das Online-Spiel in Deutschland weitestgehend unbekannt ist, hat es besonders in Großbritannien bereits viele Fans. Auch dank der Tatsache, dass der beliebte Radiosender "Absolute Radio" den Song für die Dauer des Spiels aus dem Programm gestrichen hat. Und auch eine Pub-Kette will nun ihren Teil für die "Whamageddon"-Community tun und hat entschieden, den Song bis auf Weiteres von den Playlists all ihrer über 200 Pubs zu streichen.

"Einige Unternehmen haben entschieden, den Song wegen des Spiels zu entfernen", sagte Thomas Mertz, der das Survival Spiel gemeinsam mit zwei Freunden erfand, der US-Seite "Munchies", "aber eigentlich ermutigen wir alle, das nicht zu tun. Denn sonst ist es ja kein wirkliches Überlebensspiel mehr."

Übrigens: Einige Menschen nehmen "Whamageddon" sehr sehr sehr sehr ernst …

 

Penny Weihnachtswerbung: Eine alleinerziehende Mutter erfüllt den Herzenswunsch ihres Sohnes
jgs
Themen in diesem Artikel
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?