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Umsatzzahlen verglichen: Vinyl ist auf bestem Wege, die CD zu überholen

Vinyl liegt im Trend – und das macht sich auch bei den Verkaufserlösen bemerkbar. Einem Bericht zufolge könnte der Umsatz mit Schallplatten in 2019 den von CDs überholen – zum ersten Mal seit 1986. 

Vinyl-Comeback: Erstmals seit 30 Jahren mehr Umsatz als bei Cds

Für seltene Vinyl-Platten greifen Sammler auch gern mal tief in die Tasche

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Für "richtige" DJs und DJanes ist sie ohnehin das einzig Wahre, doch auch in privaten Haushalten erlebt sie seit einiger Zeit ein Comeback: die gute, alte Schallplatte. Egal ob beim Aufräumen, beim Kochen oder wenn mal wieder Freunde zu Besuch sind: Auch jüngere Generationen finden zunehmend Gefallen am Vinyl. Dieser Trend lässt sich auch an konkreten Verkaufszahlen ablesen, die die Recording Industry Association of America (RIAA) jüngst veröffentlicht hat.

Demnach könnte der in 2019 mit Schallplatten erzielte Umsatz den von CDs sogar übersteigen – zum ersten Mal seit 1986. Hatte der Verband der Musikindustrie bereits im vergangenen Jahr von steigenden Verkaufszahlen und Umsätzen bei Schallplatten und einer Stagnation auf dem CD-Markt berichtet, nähern sich die Zahlen dem Bericht zufolge in diesem Jahr weiter an. So wurden laut RIAA im ersten Halbjahr 2019 Schallplatten im Wert von 224,1 Millionen US-Dollar verkauft, was rund 8,6 Millionen Tonträgern entspricht. Für CDs gaben die Konsumenten im selben Zeitraum 247,9 Millionen US-Dollar (18,6 Millionen Tonträger) aus.

Vinyl-Umsatz wächst prozentual deutlich stärker als der von CDs

Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr 2018 erzielten Vinylscheiben einen Umsatz von 198,6 Millionen US-Dollar, bei CDs waren es 245,9 Millionen US-Dollar. Während der Umsatz bei Schallplatten zwischen dem ersten Halbjahr 2018 und dem ersten Halbjahr 2019 prozentual also um 12,9 Prozent stieg, fiel er bei CDs mit einem prozentualen Plus von 0,8 Prozent ungleich niedriger aus. Setzt sich dieser Trend fort, könnte im Vinyl-Bereich bis Jahresende mehr Umsatz eingefahren werden als im CD-Geschäft.

Dass Schallplatten trotz der deutlich geringeren Anzahl verkaufter Tonträger einen so hohen Umsatz erzielen, liegt vor allem daran, dass Vinyl – gerade seltene Sammlerstücke – meist um einiges teurer ist als eine CD.

Unangefochtener Spitzenreiter in Sachen Umsatz bleibt laut RIAA-Bericht indes das Musikstreaming – mit Tendenz nach oben. So erzielten die Anbieter im ersten Halbjahr 2019 einen Umsatz von mehr als 4,3 Milliarden US-Dollar. Im selben Vorjahreszeitraum waren es noch "nur" etwa 3,4 Milliarden US-Dollar gewesen.

Quelle: Recording Industry Association of America (RIAA)

mod