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Selbstversuch

Microneedling für zu Hause: Warum ich mein Gesicht regelmäßig mit 540 Nadeln durchlöchere – und was das bringt

Microneedling ist unter Beauty-Gurus DIE Innovation der letzten Jahre. Mit einem sogenannten Dermaroller und hunderten feinen Nadeln bearbeitet man dabei sein Gesicht – aber bringt das wirklich was? Unsere Autorin hat es ausprobiert.

Das ist alles, was du für's Microneedling brauchst: einen Spiegel, 70-prozentigen Alkohol aus der Apotheke, einen Dermaroller und eine Maske oder ein Serum deiner Wahl (diese Platte voller Aufkleber ist übrigens mein Wohnzimmertisch, falls ihr euch fragt, was das soll)

Das ist alles, was du für's Microneedling brauchst: einen Spiegel, 70-prozentigen Alkohol aus der Apotheke, einen Dermaroller und eine Maske oder ein Serum deiner Wahl (diese Platte voller Aufkleber ist übrigens mein Wohnzimmertisch, falls ihr euch fragt, was das soll)

neon.de

Ihr fragt euch vielleicht, wie ich auf die bescheuert klingende Idee gekommen bin, mir mit einem Roller inklusive 540 Nadeln durchs Gesicht zu rollern und das Ganze dann Microneedling zu nennen. Seitdem ich kein Make-up oder Puder mehr benutze, habe ich eigentlich eine ziemlich unkomplizierte Haut. Viele meiner Freunde beneiden mich darum – es gibt nur ein Problem: Denn wenn ich mal einen Pickel bekomme, dann entwickelt der sich gerne zu einem entzündeten Monstrum, das nach erfolgreichem Kampf ein Pickelmal hinterlässt, das seines Gleichen sucht. Damit ich ihn ja gut in Erinnerung halte, bleibt dieser rote Fleck dann gerne einfach sechs Monate. Da versammelt sich mit der Zeit, obwohl ich manchmal nur einen Pickel pro Monat im Gesicht habe, eine kleine Familie in meinem Gesicht. Da kann man noch so viel cremen, drücken und bearbeiten, die Familienmitglieder bleiben so lange, bis sie selbst entscheiden zu gehen. Ihre Lieblingsplätze sind zwischen meinen Augenbrauen und an meinem Kinn – schön da, wo sie jeder sieht.

Selbstversuch: Hilft Microneedling gegen lästige Pickelmale?

Das wollte ich so natürlich nicht auf mir sitzen lassen. Ich bin schließlich Herrin über mein Gesicht! Natürlich weiß ich, dass ich mit meiner Haut sehr viel Glück habe, und dass es Menschen mit richtiger Akne gibt, die damit sehr zu kämpfen haben. Trotzdem würde ich meine eigenen Pickelmale gerne loswerden. Was macht man bei einem Problem als Erstes? Natürlich – googeln! Ich stieß auf Blogeinträge und Youtube-Videos, die ein neues Wundermittel anpriesen: den Dermaroller. Bei den anderen sah das so einfach aus: ein bisschen rollern, fertig. 

Als ich mich dann näher mit dem Thema auseinander gesetzt hatte, kamen bei mir dann doch viele Fragen auf: Wie funktioniert diese Wunder-Innovation? Welche Nadelgröße brauche ich für mein Problem? Muss ich das Ding echt jedes Mal desinfizieren? Wie lange dauert es, bis das was bringt? Und: Bringt das überhaupt was? Man kann die Behandlung auch in einem Kosmetikstudio machen lassen – ich wollte es aber lieber zu Hause ausprobieren. Ist günstiger und ich kann es machen, wann ich Lust habe.

In dieser Fotostrecke beantworte ich all meine Fragen – und lasse euch daran teilhaben. 

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