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USA Diese Oma bügelt sich in das Herz ihrer Enkelin – und vieler anderer im Netz

Eine ältere Dame steht am Bügelbrett und bügelt eine Flagge
Bügeln. Mit dieser kleinen Geste macht eine Oma aus den USA ihre Enkelin glücklich – und wird im Netz dafür gefeiert
© @lexie_galaxie/Twitter
Manchmal sind es die kleinen Dinge im Leben, die Großes bewirken, so wie die Tat einer Großmutter aus den USA. Sie bügelte eigentlich nur eine Flagge ihrer Enkelin. Doch das berührte nicht nur diese, sondern auch viele andere Menschen bei Twitter.

Es ist ein Vorurteil, dass ältere Menschen konservativ sind – und dem Thema Homo-, Bi- und Transsexualität kritisch gegenüberstehen. Die Oma der US-Amerikanerin Lexie Nobrega zum Beispiel widerlegt diese Stereotype. Mit einer kleinen Geste zeigte sie, dass sie kein Problem mit der sexuellen Orientierung ihrer Enkelin hat.

Lexie, die Enkelin, ist nämlich bisexuell. Als sie morgens aufsteht, um sich für das Capital Pride Festival in Washington D.C. fertig zu machen, kommt plötzlich ihre Oma in ihr Zimmer. "Sie schaute meine Flagge der Bisexuellen an und sagte: 'Oh, die muss noch einmal gebügelt werden'", schreibt die junge Frau bei Twitter. Dazu postete sie ein Foto der Oma, das sie beim Bügeln der Statement-Flagge zeigt.

Andere erzählen von ihren Erfahrungen mit ihren Großeltern

Der Tweet der 21-Jährigen geht durch die Decke. Er wird über 200.000 Mal gelikt und zigtausendmal kommentiert. Die Menschen fangen auf einmal an, von ihren eigenen Erfahrungen mit ihren Großeltern zu erzählen. "Ich outete mich als bi in einem Kommentar bei Facebook. Ich wusste nicht, dass der auch anderen angezeigt wurde. Aber meine Oma sah es und schrieb, dass sie mich auch weiterhin lieben werde", schreibt Twitter-Userin Erika.

Ein anderer Nutzer schreibt, dass es gerade die kleinen Gesten sind, die einem helfen. "Bei einem Familienessen nahm mich mein Opa zur Seite und schenkte mir ein Polo-Shirt, das er auf einer seiner Reisen gekauft hatte. Es war mir viel zu groß und auch nicht mein Stil, aber es zeigte mir, dass er meine Transexualität akzeptiert. Deshalb werde ich diesen Moment immer in Erinnerung behalten."

"Sie brachten mir bei, alle Menschen zu lieben"

Lexie selbst gibt in anderen Post zu, dass es ihr gerade bei ihrer Oma schwerfiel, sich zu outen: "Meine Angst, dass sie mich nicht mehr akzeptiert, war einfach zu groß. Als ich es ihr aber sagte, entgegnete sie nur: 'Okay, das ist in Ordnung.' Sie brachten mir bei, alle Menschen zu lieben und zu akzeptieren." Abschließend postete sie noch ein Selfie von ihrer Großmutter und sich: "Ich will der Welt zeigen, wie schön sie ist", kommentiert sie das Foto.

Auf diesen Tag hat Jennifer lange gewartet: Sie und Sam heiraten. Die beiden Frauen sind seit 11 Jahren ein Paar. Sie teilen sich das Geburtsjahr, den Geburtstag und sogar die Blutgruppe. Taiwan gilt als eines der fortschrittlichsten Länder in Asien, was die Rechte für Schwule und Lesben angeht. Zwar ist die Homo-Ehe hier noch nicht legal - gerade wird aber ein Gesetzesentwurf besprochen, der das ändern soll. Doch Sams Eltern sind gegen die gleichgeschlechtliche Beziehung. Sie haben den Kontakt zu ihrer Tochter abgebrochen und weigern sich zur Hochzeit zu kommen. Doch wo die Familie ausfällt, springt für Sam der Arbeitgeber ein. Der Vorstandsvorsitzende der HSBC Bank, John Li, führt Sam zum Altar. Das Paar ist überwältigt von der Unterstützung und der Anzahl der Gäste. Die rührende Geschichte nutzt die Bank als PR und bezieht damit selbst Stellung zur Debatte in Taiwan. Doch für Jennifer und Sam zählt nur, dass sie in einem Umfeld arbeiten, das ihre Beziehung anerkennt und unterstützt.
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rpw

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