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Berlin: "An die asoziale Mutter": So rechnet ein Mann mit seiner Nachbarin ab

Im Berliner Stadtteil Wedding hatte ein Bewohner eines Mehrfamilienhauses das Geschrei seiner Nachbarin so satt, dass er ihr einen Brief schrieb. Ein Foto davon machte anschließend in den sozialen Netzwerken die Runde.

Wer in einem Mehrfamilienhaus wohnt, bekommt von seinen Nachbarn des Öfteren unfreiwillig mehr mit, als einem lieb ist – vor allem, wenn es in der benachbarten Wohnung zu laut ist. Ein Mann aus dem Berliner Stadtteil konnte und wollte das tägliche Geschrei seiner Nachbarin nicht länger ertragen. Deshalb schrieb er ihr einen bitterbösen Brief, den er an den Eingang des Hauses klebte.

Ein Nutzer der Community-App Jodel machte ein Foto von dem Aushang. Anschließend wurde der Beitrag auch noch einmal auf hochgeladen, wodurch das Schreiben noch mehr Aufmerksamkeit bekam – und tausende Male kommentiert und gelikt wurde.

"Sie homophobes Arschloch"

Der Mann richtet sich mit den Worten "An die asoziale Mutter, die jeden Abend ihr Kind anschreit" an seine Nachbarin. Die Nachricht bezieht sich anscheinend auf das Gebrülle der Frau am Vortag gegenüber ihrem Sohn. Dafür findet der Berliner deutliche Worte: "Schwule haben sehr wohl einen Schwanz (in der Hose). Was sie gestern meinten, ist ein Eunuch", schreibt er.

Ach Berlin...

Gepostet von Jodel - Die hyperlokale App am Mittwoch, 22. August 2018

Es heißt weiter: "Ich hoffe sehr, ihr Sohn wird wegen Ihnen nicht auch so ein ungebildetes, asoziales und anscheinend homophobes Arschloch wie Sie! Grüße von den Nachbarn, die Sie JEDEN Abend brüllen hören."

Netz diskutiert über Berliner Brief

Die Reaktionen auf die Botschaft des Mannes sind verschieden. Einige loben die klaren Worte des Nachbarn: "Vielleicht sollte ich auch mal so einen Zettel aufhängen", schreibt eine Userin. Ein anderer Nutzer wirft dem Verfasser Doppelmoral vor, und sich der Ton des Schreibens sich nicht gerade von dem der brüllenden unterscheidet. "Tja, dieser Aushang ist leider auch nicht auf einem viel höheren Niveau."

Unsere Autorin Jule Schulte wird der Brief wahrscheinlich an eine ähnliche Geschichte erinnern, die sie selbst erlebte. Damals bekam sie anonyme Post von einem ihrer Nachbarn, der sich darüber aufregte, dass sie ihre Wäsche auf dem Balkon aufgehängt hatte. Mehr dazu lest ihr hier. 

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