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Liebevoller Abschied: Weil ihr Mops Paulchen todkrank war, machte Sabine mit ihm eine letzte große Reise

Als Welpe war Paulchen zu seinem Frauchen gekommen, nach sechs Jahren erfährt Sabine, dass ihm nicht mehr viel Zeit zu leben bleibt. Sie beginnt eine Abschiedsreise mit ihm zu planen – und kündigt dafür ihren Job.

Sabine wandert durch einen Wald und trägt ihren Mops in einem Rucksack auf dem Rücken

Anfang Juli verschlechterte sich Paulchens Zustand spürbar, bis zum 10. Juli hat er noch durchgehalten

Es gibt eine Krankheit bei Möpsen, vor der jeder Halter Angst hat: die sogenannte Pug-Dog-Enzephalitis (PDE), eine Hirnentzündung mit einhergehender Entzündung der Hirnhaut. Sie kann im Alter von sechs Monaten bis zu sechs Jahren auftreten und endet immer tödlich. Paulchen war sechs Jahre alt, als Sabine im Dezember 2017 die Diagnose erhielt, dass ihr Mops an PDE erkrankt war. Sie ahnte, dass die beiden nicht mehr allzu viel zusammen haben würden und begann deshalb, eine bucketlist zu schreiben, die 13 Punkte umfasste – vom professionellen Fotoshooting bis zur dreimonatigen Reise mit dem Camper durch Norwegen und Schweden. Sie wollte die verbleibende Zeit mit ihrem Hund nutzen, ihm ein paar tolle Erlebnisse und sich gemeinsame Erinnerungen verschaffen. Die Idee entstand über Weihnachten.

Ein wichtiger Termin, den Sabine groß begehen wollte, war Paulchens Geburtstag am 11. Februar. Sabine fuhr dafür mit ihm übers Wochenende von Schwabach in ein Hundehotel im Bayrischen Wald und der Ausflug hat beiden gut getan. Eine Woche später schreibt sie bei Instagram, dass sie Paulchen die Erholung die ganze Woche über angemerkt habe. Schließlich gab es an seinem Ehrentag auch ein richtig mopsiges Schmankerl: Katzenfutter!


Im März schreibt Sabine:

Ich hab manchmal Angst vor meiner eigenen Courage! Und manchmal auch einfach nur Angst vor allem 🙈 und an allem Schuld ist Paulchen. 😁😂 also nicht direkt, aber seine Krankheit hat mir gezeigt: wir haben eben nicht alle Zeit der Welt! Deshalb sollten wir versuchen jeden Tag zu nutzen. Denn viele von uns haben eben nicht “das Glück“ zu wissen, wann es zu Ende geht. 💕

Nachdem sie es tatsächlich geschafft hat, für sie beide die Fahrt in einem Feuerwehrauto zu organisieren, wird es allmählich Zeit, die große Reise vorzubereiten. Anfang Mai ist der Camper fertig ausgebaut und der Job gekündigt. Nur wo es genau hingehen soll, hat Sabine zwar noch nicht entschieden, doch die Richtung ist klar: nach Norden. In Tschechien entspannen sie in der Natur und ruhen sich aus, denn Paul kann nur noch etwa zwei Kilometer pro Tag laufen, danach muss Sabine ihn tragen. Weiter geht es nach Polen, ans Meer.

Dann endlich: Skandinavien, Mitte Mai sind Sabine und Paulchen in Norwegen angekommen. "Viele Fragen mich, warum ich denn gerade nach Norwegen und Schweden möchte...", schreibt Sabine bei Instagram. "Und ehrlich? Ich hab keinen blassen Schimmer ✨🙈💁 Es fühlt sich einfach irgendwie richtig an ❤ und ich mag Natur und Ruhe." Wie nötig Sabine Erholung hat, merkt sie, als sie langsam runterkommt. Anfang Juni zieht Sabine Resumee, drei Punkte auf der bucketlist sind noch offen.

Es geht weiter nach Schweden, auf eine Farm, Sabine hat Lust, mal nicht im Auto zu schlafen und ein wenig zu arbeiten. Mit Paulchen auf dem Rücken treibt sie Rinder auf die Weide, kontrolliert Zäune und repariert, was kaputt ist. Ihre Gastgeber besitzen Kajaks, also können Hund und Frauchen einen weiteren Punkt angehen. die Bootstour. Die beiden erkunden Schweden mit Wanderungen, tollen Aussichten und: der versprochenen Portion Pommes für Paulchen, seinem Lieblingsessen. Das war am 2. Juli, direkt nach einem Aufeinthalt in der Tierklinik, denn Paulchen hatte plötzlich "eine Art Blutung in der Lunge".

Sabine macht sich auf den Rückweg nach Deutschland und besucht Freunde in Lübeck. Dort ist es dann am 10. Juli so weit, Paul geht. Und Sabine lernt gerade, alleine tapfer weiter zu machen. Sie ist auf dem Weg nach England.

 

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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.