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No-Gos beim Online-Dating: Geht gar nicht auf Tinder: Bei diesen Fotos wischt doch keine Frau nach rechts, Jungs!

Oberkörperfreie Spiegel-Selfies, Bilder mit einer anderen Frau und Welpen in muskulösen Armen: Wer als Hetero-Frau tindert, bekommt viel zu sehen. Aber merkt euch eins, liebe Jungs: Diese Bilder gehen gar nicht!   

Von Gesa Holz

Unsplash

Als Single in einer Großstadt hat man es leicht – dachte ich zumindest. Je mehr Abende ich aber mit Netflix, langweiligen Dates und Uni verbrachte, desto mehr begann ich, an mir selbst zu zweifeln. Wenn Freunde dann auch noch von tollem Sex und wilden Abenden erzählten, schien Tinder gar nicht mehr so absurd. Für kurzfristige Gespräche, unverbindliche Dates und schnellen Sex ist die App schließlich eine der bekanntesten Möglichkeiten. Deshalb meldete auch ich mich bei Tinder an. Motto: swipen gegen die Langeweile. Dass man dort einzig und allein nach Aussehen entscheidet, war auf einmal nebensächlich. 

Trotzdem wurde die App schnell wieder von meinem Handy verbannt. Denn ich bekam dort Bilder zu sehen, auf die ich gern verzichtet hätte.

Selfies mit freiem Oberkörper, Männer mit anderen Frauen im Arm und süßen Welpen auf einer muskulösen Brust – Fotos, die jede Frau kennt, die schon mal auf Tinder unterwegs war. Genau diese Mischung aus perverser Selbstverliebtheit und durchschaubaren Klischees ließ mich mit der Frage zurück: Wieso, liebe Männer, stellt ihr euch so absurd im Internet dar?

Um die Tinder-Welt wieder etwas auf Vordermann zu bringen, habe ich mir die Freiheit genommen und Freundinnen zu ihren persönlichen Tinder-No-Gos befragt.

Wer als Mann also nach rechts geswipt werden möchte, sollte sich diese fünf gut gemeinten Ratschläge der Damen zu Herzen nehmen:

1. "Wenn eine andere Frau auf dem Bild ist, kann der Mann es vergessen"

Wir Hetero-Frauen sind auf Tinder, um Männer zu sehen! Nicht Männer mit einer Frau im Arm. Nicht Männer mit einer Gruppe Mädels. Nicht Männer und ihre weibliche Verwandschaft. Eine Frau auf dem Bild führt nur zu Fragen: Wer ist sie? Ist sie hübscher als ich? Was hat sie, was ich nicht habe? Wer sich also gern als Frauen-Held darstellt, sollte das bei Tinder lieber lassen.

2. "Wer mit einem Auto posiert, hat keine Chance auf ein Date"

Dass schnelle Autos und teure Fahrzeuge ein Hobby sind, mag ja sein. Auf Tinder haben sie aber trotzdem nichts verloren. Auch wenn Statussymbole bei vielen Frauen Anklang finden, sollte es auf den Tinder-Fotos um ihn gehen und nicht um das Auto, über das er sich definiert. Wer dann auch noch vor einem fremden Wagen posiert, macht das Ganze nur peinlicher.

3. "Hunde sind süß, aber auf Tinder haben sie nichts verloren“

Klar: Wir alle knuddeln gern mit Hundewelpen. Liegen die niedlichen Tiere aber in den durchtrainierten Armen der Männer auf Tinder, ist die Masche zu eindeutig. Dass ihr Männer tierlieb seid und das auch zeigen wollt, ist klar – dass es zu einem Like führt eher weniger. Also merkt euch: Die Tier-Nummer zieht nur bei den wenigsten.

4. "Ein Selfie geht gar nicht, oberkörperfrei noch weniger"

Es gibt nichts Unattraktiveres als ein Spiegel-Selfie. Schlimmer wird es nur, wenn es dann auch noch oben-ohne ist. Nein, weder ist uns wichtig, was für ein Handy ihr habt, noch, dass ihr viel trainiert. Viel wichtiger wäre ein nettes, erstgemeintes Lächeln. Wenn eure Zielgruppe also keine selbstverliebten Fitness-Fans sind, dann werdet ihr mit den Oberkörper-Bildern kaum Erfolg haben.

5. "Bilder mit Kind sind nur süß, wenn es mein eigenes ist"

Tinder ist dazu da, jemanden kennenzulernen. Ein Bild mit Kind kann da schnell für Verwirrung sorgen und wirft Fragen auf wie: Ist das sein Kind? Von wem ist das Kind? Möchte er direkt Kinder? Definitiv zu viele Fragen für ein schnelles Like. Kleiner Tipp: Auch wenn es nur der kleine Bruder ist – hebt euch den Kinder-Inhalt für später auf. Oder macht klar, dass es eures ist - und die Mutter dazu eure Ex.

 

Themen in diesem Artikel
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?