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Festival in Kalifornien: Krasser Anstieg an gemeldeten Fällen: Coachella hat ein Herpes-Problem

Ein gefährlicher Herpes-Virus verbreitete sich dieses Jahr beim Coachella-Festival - mindestens genauso so schnell wie Ausgelassenheit und Euphorie.

Coachella

Beim Coachella wird es heiß und eng - Hautkontakt unvermeidbar. Das sind leider die perfekten Bedingungen für eine Herpes-Infektion.

Picture Alliance

Offenbar sind lückenhafte Erinnerungen und freizügige Selfies nicht das einzige, was so mancher Coachella-Besucher dieses Jahr mit nach Hause nimmt.

HerpAlert – ein Online-Portal, das per Foto-Diagnose seinen Nutzern in nur wenigen Stunden Rezepte für Herpes-Behandlung zuschickt – teilte der New York Post mit, dass in der Umgebung des berühmten Festivals in Kalifornien vermehrt Meldungen von Herpes eingingen. Normalerweise stellt das Portal etwa zwölf Herpesdiagnosen am Tag. Während des Festivals stieg die Zahl allerdings auf 250 Fälle – pro Tag! Über 1100 Personen haben sich vom 12. bis 21. April im Umkreis des Festivals mit Herpes angesteckt.

Orgien in der kalifornischen Sonne?

Ging es also dieses Jahr besonders wild auf dem für seine Promi-Dichte bekannten Festival zu? Eher nicht. Der Anstieg der Herpesinfektionen ist kein Beweis für eine hemmungslose Orgie, sondern viel mehr dafür, dass viel nackte Haut und ein mieser Virus nicht die beste Kombination ist – vor allem nicht auf einem der beliebtesten Festivals unserer Zeit. Denn Herpes (auch Genitalherpes) überträgt sich nicht nur über Geschlechtsverkehr, sondern auch über Hautkontakt.

Kleiner Trost für alle Betroffenen: Die Krankheit kann normalerweise schnell und einfach behandelt werden - kein Grund zur Panik.

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Marie Groß