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Das Mädchen, das vom Himmel fiel Frau postet Bild, auf dem sie sich in die Hose gemacht hat – und rührt mit ihrem Schicksal

Emma Carey postet ein Bild von sich auf Instagram, auf dem sie sich in die Hose gemacht hat
"So sehe ich aus. Jeden. Einzelnen. Tag."
© Screenshot/em_carey Instagram
Emma Carey überlebt einen schweren Unfall – wie durch ein Wunder. Ihre Geschichte inspiriert viele, doch auf Instagram zeigt sie auch, wie sehr sie noch immer unter den Folgen der Verletzungen leidet.

Es ist eine Horror-Vorstellung: Sich jeden Tag in der Öffentlichkeit in die Hose zu machen. Emma Carey passiert das jeden Tag. Die junge Australierin hat einen Unfall beim Fallschirm-Springen überlebt. Unter ihren schweren Verletzungen leidet sie allerdings noch heute – und strahlt trotzdem Lebensfreude und Hoffnung aus. Auf ihrem Instagram-Kanal teilt sie ihr Schicksal mit ihren Followern.

Überlebt wie durch ein Wunder

Wie die australische "News" berichtet, stürzte Carey vor fünf Jahren in der Schweiz bei einem Fallschirmsprung. Der Fallschirm verfing sich und wickelte sich um den Hals ihres Fallschirmsprung-Lehrers, bis er das Bewusstsein verlor. Wie durch ein Wunder überleben beide den Absturz.

Carey bricht sich die Wirbelsäule, das Kreuzbein, das Becken, den Kiefer. Die Ärzte sagen ihr, dass sie nie wieder laufen wird. Doch Carey kämpft und nimmt sogar am "Wings for Life World Run" teil, bei dem sie fünf Kilometer selbst läuft. Die Medien werden auf ihre Geschichte aufmerksam, sie ist das Mädchen, das vom Himmel fiel, querschnittsgelähmt war und wieder laufen lernte. Doch auf Instagram teilt sie kurz darauf ein Bild aus ihrem Alltag, das zeigt, wie sehr ihr Leben seit dem Unfall beeinträchtigt ist:

"So sehe ich aus. Jeden. Einzelnen. Tag."

Dazu schreibt Carey: "So sehe ich aus. Jeden. Einzelnen. Tag. Mehrmals am Tag." Sie denke, dass die Leute davon ausgingen, dass sie vollständig von ihrer Wirbelsäulen-Verletzung geheilt sei, "aber die Wahrheit ist, ich habe immer noch viele Nachwirkungen, eine davon ist, dass ich komplett inkontinent bin". Zuerst habe sie sich so geschämt und sie versuchte, es geheim zu halten. Dann habe sie erkannt: Sie würde jedes Mal wütend werden, wenn sie sich in die Hose machte. Und das wiederum würde bedeuten, dass sie jeden einzelnen Tag ihres Lebens wütend werden würde. "Für den Rest meines Lebens". Sie machte sich klar, einen schweren Unfall überlebt zu haben und kein trauriges Leben führen sollte: "Das war ich mir selbst schuldig".

"Es war hart und ich wollte mich nicht damit beschäftigen"

Heute inspiriert Carey mit ihrer lebensbejahenden Art viele Menschen. Selbst sagt sie: "Ich war definitiv nicht immer das glückliche und inspirierende Mädchen, das die Leute zu kennen denken. Es war hart und ich wollte mich nicht damit beschäftigen. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass da jemals die Möglichkeit eines Hinweises auf ein Licht am Ende des Tunnels sein würde." Ihre Inkontinenz birgt gesundheitliche Risiken; von den Kathetern, die sie benutzen muss, bekommt sie häufig Infektionen. Jede Stunde muss sie einen Katheter einführen.

"Ich glaube ich wäre nicht der Mensch, der ich heute bin"

In einem Interview mit einem australischen Fernsehsender sagt Carey: "Leute fragen immer, ob ich die Zeit zurückdrehen würde, wenn ich könnte. Und offensichtlich würde ich natürlich lieber ohne die Verletzungen leben. Aber es gibt keine Möglichkeit, zurückzugehen. Ich glaube, ich wäre nicht der Mensch, der ich heute bin, wenn ich das alles nicht hätte durchleben müssen."

she

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