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Gefährlicher Qualm: Vergiftungsgefahr: Dieses Gesetz soll Gäste in Shisha-Bars schützen

Als erstes deutsches Bundesland hat Hamburg einen Gesetzentwurf beschlossen, der Besucher von Shisha-Bars vor einer Vergiftung mit Kohlenmonoxid schützen soll.

Shisha Hamburg Gesetz

Dicke Luft in der Shisha-Bar: Wer zu viel Kohlenmonoxid einatmet, kann eine Vergiftung erleiden

Getty Images

Man riecht es nicht und schmeckt es auch nicht: Eine Vergiftung mit Kohlenmonoxid ist besonders tückisch. Das Gas entsteht, wenn zum Beispiel Kohle verbrennt – wie beim Rauchen einer Shisha. Wird nicht richtig gelüftet, kann man schnell eine Vergiftung erleiden. Klingt unwahrscheinlich, ist es aber nicht, wie aktuelle Vorfälle in Hamburg zeigen: Erst Mitte Januar wurden zwei Gäste einer Bar mit einer Vergiftung ins Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf eingeliefert; in den letzten drei Jahren kam es in der Stadt zu fünf schweren Vergiftungen, wie "Die Welt" berichtet. Daher hat der Hamburger Senat nun einen Gesetzentwurf beschlossen, der den Betreibern von Shisha-Bars strenge Auflagen macht.

Shisha-Bars: Gesetz für bessere Luft

So müssen die Inhaber für eine gute Lüftung und Abzug der Raumluft sorgen, damit der Gehalt von Kohlenmonoxid im Raum nicht den gesetzlich festgelegten Maximalwert von 35 Milligramm pro Kubikmeter überschreiten kann. Zusätzlich müssen Kohlenmonoxid-Warngeräte installiert werden. "Die bundesweit zu beobachtenden Vergiftungsfälle in Shisha-Bars zeigen, dass Besucherinnen und Besucher solcher Einrichtungen erheblichen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt sind. Deshalb ist es erforderlich, verbindliche gesetzliche Vorgaben zu machen, damit Betreiber ihre Gäste in Zukunft besser vor gesundheitlichen Gefahren durch Kohlenmonoxid-Vergiftungen schützen", sagte Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks.

Derzeit ist den Behörden in Hamburg nicht bekannt, wie viele Shisha-Bars genau in der Stadt betrieben werden. Sie gehen jedoch davon aus, dass die Zahl in den vergangenen Jahren stark gestiegen ist. Laut einer Gesundheitsstatistik soll bereits jeder fünfte Schüler ab der zehnten Klasse mindestens ein Mal Shisha-Pfeife geraucht haben, berichtet "Die Welt".

Gesundheitliche Risiken

Die Gesundheitssenatorin warnt daher vor den Gesundheits- und Suchtgefahren der Shishas. "Wasserpfeifen stellen keine harmlose Alternative zur Zigarette dar, ihr Rauch enthält Substanzen, die potenziell gesundheitsgefährdend sind", sagte sie.

Das neue Gesetz soll auch für Läden gelten, die Shisha-Zubehör verkaufen und in denen Probegeraucht werden kann. Wer sich nicht daran hält, dem drohen hohe Strafen oder sogar eine Zeit im Gefängnis; auch kann die Bar oder das Geschäft geschlossen werden. Erst am Wochenende hat die Hamburger Polizei, der Zoll und das Bezirksamt in den Stadtteilen Billstedt, Hamm und St. Georg fünf Shisha-Bars durchsucht – in zwei dieser fünf Bars waren die Kohlenmonoxid-Werte erhöht.

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lau