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Charakterstudien: Unsicher, arrogant? Das verraten die Posen der größten Influencer über ihren Charakter

Es sieht meist oberlässig aus, wenn sich all die prominenten Influencer auf den sozialen Kanälen inszenieren. Doch lässt sich anhand der Posen auch ein Eindruck ihres Charakters gewinnen?

Von Refinery29-Autorin Katja Schweitzberger

Pamela Reif, Fitness Influencer, @pamela_rf  Monika Matschnig: "Sie schafft es ihre Vorzüge ins rechte Licht zu rücken. Dabei möchte sie sexy sein und spielt mit ihrer Weiblichkeit, indem sie Po und Brust ausstreckt. Die Pose wirkt besonders gut im Profil. Wahrscheinlich setzt sie unbewusst auf die Merkmale des Kindchenschemas: große Augen, sinnlicher Mund, runde Gesichtsform.  Frauen wirken besonders attraktiv, wenn das Gesicht 'kindlichere' Merkmale aufweist. Außerdem erinnert sie mich an Brigitte Bardot. In anderen Bildern zeigt sie häufig ihre nackte Taille. Ihre Figur entspricht der 'Cola-Flaschen-Form', die in Industrienationen als äußerst attraktiv angesehen wird."

Pamela Reif, Fitness Influencer, @pamela_rf

Monika Matschnig: "Sie schafft es ihre Vorzüge ins rechte Licht zu rücken. Dabei möchte sie sexy sein und spielt mit ihrer Weiblichkeit, indem sie Po und Brust ausstreckt. Die Pose wirkt besonders gut im Profil. Wahrscheinlich setzt sie unbewusst auf die Merkmale des Kindchenschemas: große Augen, sinnlicher Mund, runde Gesichtsform.

Frauen wirken besonders attraktiv, wenn das Gesicht 'kindlichere' Merkmale aufweist. Außerdem erinnert sie mich an Brigitte Bardot. In anderen Bildern zeigt sie häufig ihre nackte Taille. Ihre Figur entspricht der 'Cola-Flaschen-Form', die in Industrienationen als äußerst attraktiv angesehen wird."

Die Arme tanzen über dem Kopf, das Gesicht ist lächelnd zur Seite gewandt und die Hüfte wippt im Takt – so präsentierte sich Stefanie Giesinger vor wenigen Wochen beim Coachella Festival. Die passenden Bilder gab es bei Instagram, wo es von ihren Followern selbstverständlich Likes hagelte. Aber was signalisiert das Model mit ihren dem Betrachter eigentlich? Diese Frage haben wir Körpersprachenexpertin Monika Matschnig gestellt, die für uns sieben Bilder und die passenden Accounts großer deutscher Instagrammer analysiert hat.

Durch Selbstdarstellung und Inszenierung machen sich viele Frauen mit Unterstützung ihrer Follower heute via Social Media zum Star. Wie bewusst sie dabei ihre Körpersprache einsetzen, können die Fans wiederum nur erahnen. Monika Matschnig weiß es besser, denn sie ist nicht nur eine der gefragtesten Beraterinnen und Rednerinnen in dem Bereich Körpersprache und Wirkungskompetenz, sondern auch eine Bestsellerautorin von Sachbüchern zu diesem Thema. Während sie sich bisher unter anderem mit der Analyse von Schauspielern und Schauspielerinnen auf dem Roten Teppich oder Musikern auf der Bühne beschäftigt hat, sind heute auch Influencer auf Instagram, Facebook und all den anderen Plattformen für sie interessant.

Schmaler Grat zwischen guter Inszenierung und Lächerlichkeit

Aber wie gut gelingt denen eigentlich das Spiel mit Selbstdarstellung und Körpersprache? "Semi-professionell", sagt Matschnig. "Es ist ein schmaler Grat zwischen guter Inszenierung und Lächerlichkeit. Auch Influencer sollten sich vorher Tipps von Profis holen. Im Vorfeld muss eine Strategie festgelegt werden."

Ganz ins Blaue hinein posieren und posten , Reif oder Wyh also wohl nicht, auch wenn die Follower genau das denken sollen. Doch welchen Nutzen und welche Gefahren birgt die Möglichkeit der ständigen Selbstinszenierung? "Wir inszenieren uns, um eine Botschaft zu transportieren, um in einer bestimmten Art wahrgenommen zu werden. Problematisch wird es, wenn ich mich auf Social Media-Kanälen vollkommen anders gebe als in der Realität."

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