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Jury-Entscheidung: I bims 1 Jugendwort

Die Jury des Langenscheidt-Verlages hat entschieden: "I bims" ist das Jugendwort des Jahres 2017. Es setzte sich unter anderem gegen "geht fit" durch.

Inwiefern das Jugendwort des Jahres tatsächlich verwendet wird, ist stets umstritten (Symbolbild)

Inwiefern das Jugendwort des Jahres tatsächlich verwendet wird, ist stets umstritten (Symbolbild)

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"I bims" ist das "Jugendwort des Jahres". Es bedeute, "Ich bin", teilte der Langenscheidt-Verlag in München mit.
Zur Auswahl hatten 30 Begriffe gestanden, die zeigen sollen, wie die Jugend von heute spricht. Eine 20-köpfige Jury hatte das Wort gewählt. In einer unverbindlichen Online-Abstimmung war "I bims" auf dem zehnten Platz gelandet. Spitzenreiter war der Ausdruck "Geht fit" als Bezeichnung für etwas, das klar geht. Rund eine Million Stimmen waren diesmal abgegeben worden - laut Verlag so viele wie noch nie.


Die Jugendwort-Wahl ist eigentlich eine Werbeaktion

Im vergangenen Jahr lag "isso" als Zustimmung oder Unterstreichung von etwas vorne. Die Jury entschied sich aber für "Fly sein", einen Begriff aus der Hip-Hop-Szene, der so viel heißt wie: jemand oder etwas "geht besonders ab". 

2015 lag in der Online-Abstimmung das Verb "merkeln" vorne, das soviel bedeuten soll wie "nichts tun, keine Entscheidung treffen".
Die Jury kürte aber mit "Smombie" ein Kunstwort aus Smartphone und Zombie. Es soll jemanden beschreiben, der von seiner Umwelt nichts mehr mitbekommt, weil er nur noch auf sein Smartphone starrt.

Die Wahl ist eine Werbeaktion des Langenscheidt-Verlags für sein Jugendsprachen-Lexikon und findet in diesem Jahr zum zehnten Mal statt. Bei der Auswahl wird häufig hinterfragt, ob die Beispiele wirklich dem Sprachgebrauch von Jugendlichen entsprechen.

Jugendwörter des Jahres



wue / DPA
Themen in diesem Artikel
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?