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Telefon-Hasser: Zehn peinliche Situationen, die jeder kennt, der nicht gern telefoniert

Telefonieren ist eine Kommunikationsform voller Fettnäpfchen und Unsicherheiten. Jeder Anruf kann die nächste Peinlichkeit bereithalten. Diese Liste werden alle verstehen, die Telefonieren hassen.

Mann telefoniert

Telefonieren ist für viele Menschen eine Horrorvorstellung

Überall in der Stadt laufen Menschen herum, die scheinbar pausenlos in ihre Handys sprechen. Aber das täuscht. Es gibt viele, denen das Telefonieren schwerfällt und die am liebsten ganz auf Telefonate verzichten. Manche hassen Kommunikation am Telefon sogar regelrecht. 

Gründe dafür gibt es einige – mindestens so viele, wie eine Telefonnummer Ziffern hat. Denn beim Telefonieren wartet ständig die nächste Peinlichkeit. 

1. Der Mailbox-Scherzkeks

Jemandem auf die Mailbox zu sprechen, ist schon schlimm genug: Meistens stotterst du herum und brauchst mit tausend "Äh" ungefähr doppelt so lang für einen Satz wie nötig. Am schlimmsten aber sind die Witzbolde, die ihre Mailbox-Ansage so aufgenommen haben, dass es klingt, als würden sie sich tatsächlich am Telefon melden. Dann fängst du an zu sprechen und merkst erst nach ein paar Sekunden, wie du dich gerade blamierst. Löschen ist nicht. (Noch schöner übrigens, wenn du beruflich irgendwo anrufst und eigentlich ganz professionell wirken wolltest ...)

2. Der Aussetzer

Das kennt wohl jeder: Du bist unterwegs oder sprichst mit jemandem, der gerade on the road telefoniert. Da sind Aussetzer programmiert – entweder ist der Empfang weg oder es fährt gerade ein Zug vorbei: "Kannst du alles, was du in der letzten Minute gesagt hast, noch mal wiederholen?" (Vgl. auch: "Bin gerade unterwegs – kann sein, dass gleich der Empfang weg ist.")

3. Vor den Ohren der Öffentlichkeit

Manche Dinge, die andere Menschen am Telefon besprechen, will man ja einfach nicht wissen. Nicht nur deshalb versuchst du dich in der Öffentlichkeit zurückzuhalten – Telefonieren in der Gegenwart anderer ist dir einfach ein Graus. Furchtbar, wenn andere jedes Wort hören und beurteilen. Deshalb wartest du mit Telefonaten auch immer, bis du zu Hause oder gerade allein im Büro bist. (Wenn die anderen dann die Köpfe zusammenstecken und du denkst, sie lästern über dich ...)

4. Die dröhnende Stille

Wenn du dann doch einmal telefonierst, kann das Gespräch ja auch mal ganz schön sein. Irgendwann, egal ob mit Freunden, der Freundin oder den Eltern, kommt aber der Punkt, an dem keiner mehr etwas zu sagen hat. Und dann: Stille. Unangenehme Stille. Bis man irgendwann das Gespräch einigermaßen würdevoll zu Ende bringt. (Meine Oma pflegte in solchen Situationen einfach ohne Verabschiedung aufzulegen. Meine Mutter bringt Gespräche mit "Willst du noch was sagen?" zum Abschluss.)

5. Der große Unbekannte

Immerhin sind wir mit Telefondisplays aufgewachsen, die uns anzeigen, wer gerade anruft. Das hilft, wenn jemand mit unbekannter Nummer anruft – du kannst ihn einfach ignorieren. Oder trotzdem abnehmen, wenn du ganz mutig bist. Dann lässt du dich aber auf eine Art Chatroulette ohne Gesichter ein. (Geheimtipp: die Nummer googeln, während es klingelt.)

6. Anders als erwartet

Wenn du wirklich mal jemanden anrufst, dann Menschen, die du kennst. Zumindest erwartest du, den Menschen zu sprechen, dessen Nummer du gewählt hast. Wenn dann jemand anders rangeht, bringt dich das vollkommen aus dem Konzept und du stotterst nur noch vor dich hin. (Am schlimmsten in Büros, wenn jemand den Anruf übernimmt, weil der Kollege im Urlaub ist, und du ihm alles von vorn erklären musst.) 

7. Der Verhaspler

Meistens legst du dir vor einem Anruf jedes Wort zurecht, mindestens für die ersten Sätze. Dann geht es aber doch wieder schief, du verhaspelst dich mitten im Satz, musst von vorne anfangen und willst eigentlich nur auflegen. ("Hallo, ich bin der Termin und möchte einen Max.")

8. Der Toiletten-Call

Egal, wie gern oder ungern du telefonierst: Telefongespräche auf der Toilette sind ein No-Go. Das musst du aber auf die harte Tour lernen. Wenn dich jemand anruft, während du auf dem Örtchen sitzt, gehst du nicht ran. (Aber was, wenn du mitten in einem längeren Gespräch aufs Klo musst?)

9. Unverhofftes Glück

Die Mutter, die dir plötzlich den Hörer mit der Oma am anderen Ende hinhält. Die Freundin, die will, dass du ihre BFF wenigstens am Telefon kennenlernst. Der Mitbewohner, der dir mitten im Gespräch sein Handy gibt, weil er mal muss. (Leute, es gibt auch unspontane Menschen!)

10. Der kleine Schwindler

Das waren nun jede Menge Gründe, warum man auf keinen Fall Telefonieren sollte. Nur versteht das leider nicht jeder. Schließlich kannst du ja schlecht jemandem auf die Nase binden, dass du nicht mit ihm reden wolltest. Also musst du dir kleine Ausreden einfallen lassen – das ist nicht schön, aber manchmal nötig. ("Ich hab deinen Anruf einfach nicht gehört.")

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