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Virales Video: Diese Turnerin erobert mit ihrer atemberaubenden Kür alle Herzen

Ein Videoclip machte in den vergangenen Tagen überall die Runde: Zu sehen ist eine perfekte Turn-Kür der 21-jährigen Katelyn Ohashi, die für die University Of California bei den College-Meisterschaften antrat und von allen Juroren einstimmig die Bestnote erhielt.

Die Turnerin Katelyn Ohashi

Die Turnerin Katelyn Ohashi bei ihrer perfekten Kür

Picture Alliance

Tausende Menschen bekamen in den letzten Tagen einen Videoclip in die Timelines ihrer sozialen Netzwerke gespült. Er wurde wie wild bei Twitter, Facebook und Instagram geteilt und kommentiert, fleißig bei WhatsApp verschickt. Zu sehen ist eine junge Turnerin, die für ihre Uni – die University Of California – eine Kür auf die Matte legt. Und was für eine!

Zu sehen ist Katelyn Ohashi. Die 21-Jährige, geboren in Seattle, springt und wirbelt über die Matten, legt Spagate hin, kommt immer perfekt wieder auf, nachdem sie durch die Luft geflogen ist. Das ist beeindruckend genug, eigentlich. "Ihre ganze Kür ist absurd schwer", erklärte Valorie Kondos Field, Ohashis Trainerin, der Studentenzeitung "The Daily Bruin". "Jeder einzelne Teil davon, eingeschlossen des Rückwärtsspagats nach ihrem Sprungpass – es ist verrückt."

Was aber noch mehr auffällt als die absolute Perfektion ihrer Übungen ist Katelyns ansteckende Freude am Turnen. Sie strahlt selbst bei den schwierigsten Passagen übers ganze Gesicht, legt kecke Tanzschritte ein, schwingt selbstbewusst die Hüften. Ihre Freude ist ansteckend.

Selbstbewusst und strahlend – das war mal anders

Dabei stand die 21-Jährige ihrem Sport schon einmal sehr viel kritischer gegenüber. 2013 war sie bereits Profi und galt als eine der größten Nachwuchshoffnungen der USA. Sie turnte im Junioren-Nationalteam der USA und schlug in entscheidenden Wettbewerben regelmäßig den späteren Olympia-Star Simone Biles. Ohashi war selbst schon so gut wie eingeplant für das Turner-Team der Olympischen Spiele. Bis der Druck sie zermürbte. Die Erwartungen der Fans und Förderer erdrückten sie, ihre Leistungen ließen nach. "Ich bin daran zerbrochen", so Katelyn Ohashi. Dreimal verletzte sie sich beim Turnen schwer, musste mehrmals operiert werden. Sie legte ihre Profisportler-Pläne auf Eis.

Als sie Studentin an der University Of California wurde, trat sie jedoch wieder in den College-Meisterschaften an. Und hier fand sie, mit Hilfe ihrer Trainerin Kondos Field, die Freude am Sport wieder. "Es geht mir nicht mehr darum, mit Medaillen auf dem Podium zu stehen. Es geht darum, mit einem Lächeln im Gesicht von der Matte zu gehen und wirklich zufrieden mit mir selbst zu sein", sagt Katelyn Ohashi heute. Wobei eine "Perfect 10"-Bewertung – von allen Juroren einstimmig die Bestnote –, wie bei der grandiosen Kür vom 4. Januar, natürlich auch nicht verkehrt ist.

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Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?