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Twitter-Thread: Fiese Kommentare: Was sich Pilotinnen täglich anhören müssen

Eigentlich würde man meinen, dass unsere Gesellschaft inzwischen weit genug fortgeschritten ist, um Jobs nicht in Männer- und Frauenberufe einzuteilen. Aber: Pustekuchen!  Ein Twitter-Thread beweist, dass Pilotinnen es noch immer ziemlich schwer haben.

Es gibt Berufe, die auch heutzutage zu großen Teilen von Männern besetzt werden. Das liegt nicht unbedingt daran, dass Männer diese Berufe besser ausüben können, sondern daran, dass Frauen häufig schon in der Jugend das Gefühl gegeben bekommen, sie wären in dieser Branche nicht willkommen. Und selbst wenn sie es dann schaffen, sich trotzdem eine erfolgreiche Karriere in männerdominierten Bereichen aufzubauen, halten einige Menschen noch immer an festverankerten Stereotypen fest.

Das musste jetzt auch die britische Pilotin Charlotte feststellen. Auf Twitter teilte sie ihre Erfahrungen am Arbeitsplatz: "Ich hatte einen tollen Tag und bin mit einer tollen Crew geflogen. Ich kann mir nicht erklären, wieso diese zwei männlichen Passagiere das Bedürfnis hatten, diese Kommentare zu machen: 'Ich mache jetzt lieber keinen Witz über Frauen und Auto fahren'' und 'Sind Sie die Pilotin? Hätte ich das gewusst, wäre ich nicht eingestiegen.' Fakt ist, ich kann ein 80 Millionen Pfund Jet fliegen, ihr nicht."

Fast 100.000 Menschen gefällt ihr Tweet, fast 12.000 mal wurde er geteilt. Zunächst habe sie sich nichts dabei gedacht, schreibt Charlotte in einem Kommentar unter ihrem Tweet, habe gelacht und die Männer gefragt, ob sie einen guten Flug hätten. Erst später, als ein Mitglied ihrer Crew seinen Unmut über die Kommentare ausgedrückt hatte, sei sie ins Grübeln gekommen: "Ist so etwas normal?" Genau dies sei die Einstellung, die junge Frauen davon abhalten würde, in traditionell männerdominierte Berufsfelder einzusteigen. "Ich bin nicht entmutigt, ich bin nicht beleidigt. Es macht mich nur traurig, dass einige Männer immer noch so denken und glauben, dass es in Ordnung sei, diese Dinge zu Frauen zu sagen."

"Super gemacht, Liebchen!"

Unter dem Tweet sammeln sich zustimmende Kommentare. Ein User schreibt: "Meine Frau ist Pilotin. Jedes Mal, wenn sie landet, bekommt sie ein 'Super gemacht, Liebchen' oder ähnliches von irgendwelchen Urlaubern zu hören. Die Truppen, die sie nach Bastion oder Kandahar geflogen hat, hatten nie das Bedürfnis, sie so gönnerhaft zu behandeln."

Eine andere Userin schreibt: "Gäähhn! Leider wirst du noch viele dieser Kommentare zu hören bekommen. Allerdings glücklicherweise weil du etwas tust, wovon die Kommentatoren nur träumen können."

Woher diese Vorurteile kommen, macht der Antwort-Tweet eines Users klar: "Ich habe mal mit meiner Tochter gespielt und wir taten, als würden wir mit einem Raumschiff fliegen. Ich sagte: 'Komm, du bist der Kapitän und ich dein Assistent!' 'Aber Mädchen können nicht der Kapitän sein, Papa.' 'Wieso?' 'Hat einer der Lehrer in der Schule gesagt.' Papa hat dann mal die Schule angerufen und sich den Lehrer vorgeknöpft. Ich schreib lieber nicht, was ich dem gesagt habe."

Doch zum Glück sammeln sich unter dem Tweet auch viele positive Kommentare – von Männern und Frauen – die sich alle sicher sind: Sie würden sehr, sehr gerne mal mit Charlotte fliegen. Nicht, weil sie eine Frau ist, sondern weil sie schlicht und einfach gut in ihrem Job ist.

Kampagne gegen Sexismus


 

jgs
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.