HOME

Viel Zuspruch für Claudia Eisinger: #MeToo auf der Berlinale: Schauspielerin fordert schwarzen Teppich

Über 20.000 Unterschriften hat die Schauspielerin Claudia Eisinger bereits gesammelt: Sie fordert, dass die Berlinale ein Zeichen gegen Sexismus und Machtmissbrauch setzt. Und einen schwarzen Teppich ausrollt.

Claudia Eisinger

Die Schauspielerin Claudia Eisinger will weiter für die Sichtbarkeit der #MeToo-Bewegung sorgen - auch bei der Berlinale

Picture Alliance

High Heels, Smoking, Glamour-Roben: Am Donnerstag eröffnet die Berlinale und neben den deutschen Branchengrößen werden sich auch internationale Film-Profis auf dem roten Teppich tummeln. Alles wie immer also? Das darf nicht sein, findet die Schauspielerin Claudia Eisinger

Nach dem Weinstein-Skandal und der weltweiten #MeToo-Kampagne will sie auch in Berlin ein deutliches Zeichen gegen Sexismus sehen. Denn dass systematischer Machtmissbrauch und Diskriminierung von Frauen nicht nur Hollywood, sondern auch die deutsche Filmbranche betrifft, ist spätestens seit dem Fall Dieter Wedel klar. Eisingers Idee: Der rote Teppich soll Trauer tragen - und dieses Jahr schwarz sein. Dafür hat die 33-Jährige eine Online-Petition gestartet.

Über 20.00 Menschen wollen einen schwarzen Teppich auf der Berlinale

"Es ist unsere Verantwortung, weiter für die Sichtbarkeit der Bewegung zu sorgen. Denn die ganze Welt schaut uns zu und darum sind wir als Mitglieder der Filmbranche jetzt aufgefordert, klare Zeichen zu setzen. In Hollywood trugen die Schauspielerinnen schwarz. In Berlin wollen wir einen schwarzen Teppich", heißt es dort. Innerhalb von einer Woche haben bereits über 20.000 Menschen unterschrieben.

Eisinger, die regelmäßig in TV-Serien zu sehen ist, wird auch persönlich. "Als Schauspielerin weiß ich, wie verunsichernd Machtstrukturen und wie überwältigend Abhängigkeitsgefühle sein können. Wie viel Raum für Übergriffigkeit in professionellen Hierarchien liegen kann. Ich weiß, wie ausgeliefert und allein man sich in dieser “Normalität” als Frau fühlen kann, besonders wenn niemand darüber spricht", schreibt sie.

Die Berlinale schweigt noch

Die Berlinale hat sich zur Petition noch nicht geäußert, teilte aber in einer Pressemitteilung mit, dass sie sich als Forum verstehe,"wo Probleme gehört und Impulse angestoßen werden." Trotzdem scheint es unwahrscheinlich, dass Festivaldirektor Dieter Kosslick Eisingers Forderung erhören wird. Das Thema Sexismus soll mit einer Podiumsdiskussion am Rande des Festivals abgedeckt werden. Ein schwarzer Teppich wäre sicherlich ein deutlicheres Symbol.

Update: Mittlerweile hat die Berlinale den schwarzen Teppich offiziell ausgeschlossen: "Als Berlinale finden wir alle Aktionen und Diskussionen, die im Zusammenhang mit der #MeToo-Bewegung stehen wichtig. Die Beweggründe der Petition von Frau Eisinger können wir nachvollziehen, haben uns aber als Festival bewusst gegen eine 'Symbolpolitik' entschieden und möchten vielmehr durch unser Programm zur Diskussion beitragen", sagte Dieter Kosllick auf Anfrage von NEON.

Studiogespräch am 31.01.2018: "Dass man ein Sexualdelikt lange Zeit danach noch zur Anzeige bringt, ist richtig so."
sst
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.