Die britische Schauspielerin Charlotte Rampling steht seit sieben Dekaden im Licht der Scheinwerfer und hat mit ihren Auftritten mehrfach Filmgeschichte mitgestaltet. Ungerechterweise hat sie trotzdem nie einen Oscar gewonnen, dafür wurde sie immerhin mit mehreren Ehrungen für ihr Lebenswerk getröstet, unter anderem auf der Berlinale.
Woran das liegen könnte? Nun, Rampling, die es immer wieder schafft, selbst Nebenrollen mit Bedeutung aufzuladen und mit spielerischer Brillanz zu schmücken, wollte nie nur Fotomodel sein, nur attraktives Kamerafutter. Dafür ist ihre Stimme zu rau, dafür sind ihre Wangenknochen und ihr Blick zu scharf.
"Regisseure wollen, dass ich manchmal wirklich streng wirke", sagt sie über ihre Karriere, offenbar sei das eine Qualität, die gewisse Männer bei einer Frau anziehend finden würden. Generell möchte sie lieber als Schurkin erinnert werden als als Mary Poppins-hafte Figur und warnte, dass man grundsätzlich vorsichtig mit seiner von Gott gegebenen Schönheit umgehen müsse, um nicht narzisstisch zu werden oder eitel. "Hab Spaß, aber sei nicht besessen davon", rät sie.
2009 posierte sie dennoch komplett nackt im Louvre, unter anderem vor dem Gemälde der Mona Lisa und fühlte sich befreit und als Teil der Kunstgeschichte.
Als ihr Vater Godfrey, ein Oberst der britischen Armee und NATO-Kommandant, nach Frankreich versetzt wurde und seine Familie mitnahm, wurde sie dort schnell heimisch und spricht seit früher Kindheit auch fließend Französisch. Aus ihren Ehen mit dem Schauspieler Bryan Southcombe und dem Komponisten Jean-Michel Jarre hat sie zwei Söhne und eine Stieftochter. Bleibt nur ihr beides zu wünschen: Happy Birthday und Joyeux Anniversaire!