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Diskriminierung: Bar verwehrt 21-Jährigem den Zutritt - weil er so aussah

Bobby Rodriguez trägt gerne Make-up. Warum auch nicht? In einer Bar in Texas wurde dem 21-Jährigen nun aber der Zutritt verwehrt - wegen seines Aussehens, wie er den Betreibern vorwirft. In einem Facebook-Post macht er seinem Ärger Luft.

Gepostet von Bobby Rodriguez am Dienstag, 27. Februar 2018

Seine Freunde warten drinnen schon auf ihn. Er will eigentlich nur Spaß haben, tanzen gehen. Bobby Rodriguez ist geschminkt - wie immer. Er trägt falsche Wimpern und Lippenstift, als er die Bar Whiskey River in einer texanischen Stadt betreten will - und wegen seines Make-ups von der Security abgewiesen wird. In einem Posting auf Facebook macht der 21-Jährige seinem Ärger Luft:

This homophobic security guard at the door told me i couldn't come into whiskey's unless I wiped off my makeup because...

Gepostet von Bobby Rodriguez am Mittwoch, 9. Mai 2018

"Dieser homophobe Sicherheitsbeamte an der Tür hat mir gesagt, ich komme nicht ins Whiskey's, außer ich schminke mich ab, weil Männer sich wie Männer anziehen sollen und Frauen wie Frauen", schreibt er. "Ich wurde noch nie in meinem Leben so beleidigt. Wow." Bobby ist "schwul und stolz darauf", wie er auf seinem Facebook-Profil schreibt und zeigt sich dort gerne mit viel Schminke im Gesicht. 

Diskriminierung an der Club-Tür

"Ich ging zum Eingang und gab der Security an der Tür meinen Ausweis", sagte er der Lokalzeitung "Caller Times". "Seine Worte waren: 'Leider kannst du nicht reinkommen, weil du Make-up trägst und wir eine Regel haben, die besagt, dass Männer sich wie Männer anziehen müssen'." Um die Bar betreten zu dürfen, habe er sich in seinem Auto abschminken müssen. "Ich war so sauer. Ich meine, wer wäre das nicht?", sagte er der Zeitung. 

Die Besitzerin der Bar versteht seine Wut nicht. Die Aufregung sei "nur ein Haufen alberner Quatsch", sagte sie der "Caller Times". "Whiskey River hat einen Standard-Dresscode, der besagt, dass sich jeder dem Geschlecht, das in seinem Führerschein steht, angemessen kleiden muss."

In Bobbys Augen ist das ganz klar Diskriminierung. "Ich bin ein Typ. Ich weiß, dass ich ein Typ bin", sagte er dem Online-Portal "BuzzFeed News". "Ich mag es einfach nur, Make-up zu tragen." Zudem gibt es laut dem Portal in dem Nachtclub keinen offiziellen Dresscode. Bobby erzählt, er sei eine Woche zuvor ohne Probleme hineingelassen worden. 

Protestaktion zum Tag gegen Homophobie

Der 21-Jährige bekommt Unterstützung aus der Szene. Anlässlich des internationalen Tags gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie am 17. Mai hat die Trans-Aktivistin Kathy Huff mit einer Facebook-Veranstaltung sogar dazu aufgerufen, das Etablissement zu boykottieren. Der Dresscode sei "Diskriminierung gegen Transmenschen, die es sich nicht leisten können, ihr Geschlecht legal zu ändern, ebenso wie gegen die schwule, lesbische und nicht Gender-konforme Community", schreibt sie.

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