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Geschmackloser Instagram-Post: Baseballstar verteidigt amerikanische Waffengesetze mit Hitler-Zitat

Baseballsuperstar J.D. Martinez spielt in der Major League Baseball eine ganz starke Saison. Mit seinem Team, den Boston Red Sox, ist er auf dem besten Weg in die Playoffs. Ein geschmackloser Instagram-Post aus dem Jahr 2013 sorgt jetzt jedoch abseits des Platzes für Gesprächsstoff.

Baseballer J.D. Martinez sorgt nicht nur auf dem Spielfeld für Schlagzeilen

Baseballer J.D. Martinez sorgt nicht nur auf dem Spielfeld für Schlagzeilen

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J.D. Martinez ist einer der Menschen, der sich offen für die bestehenden Waffengesetze in den USA ausspricht. Um seine Meinung zu untermauern, hat er sich einen geschmacklosen Post bei Instagram erlaubt. Dieser liegt nun zwar schon über fünf Jahre zurück, jedoch hat es der Superstar in der Zwischenzeit immer wieder versäumt, Stellung dazu zu beziehen oder den Post zu löschen. Wie unter anderem die „New York Post“ berichtet, hat Martinez auf Instagram ein Zitat Hitlers aus dem Jahr 1933 hochgeladen.

"Um eine Nation zu erobern, muss man zunächst ihre Bürger entwaffnen", steht dort geschrieben. Im Hintergrund ist Adolf Hitler abgebildet. Darunter schreibt der Baseballer: "Das ist der Grund, weshalb ich immer bewaffnet sein werde!" Neben seiner Begründung versieht er seinen Post noch mit dem Hashtag "TheTruth". Der Post wurde bereits mehrere Hunderte Mal geliked. Viele User solidarisieren sich in den Kommentaren mit dem Sportler.  Einer schreibt zum Beispiel: "Du hast einen Fan dazu gewonnen!" Ein Anderer kann die Aufregung um den Post gar nicht nachvollziehen. "Wieso ist überhaupt einer darüber entsetzt?" fragt er.

Erst nachdem der Post vor wenigen Tagen begann, hohe Wellen zu schlagen, sah sich der 31-Jährige zu einem Statement gezwungen. Dem amerikanischen Sportportal "ESPN" sagte Martinez, er habe mit dem Post niemanden persönlich angreifen wollen. Er habe nur das sogenannte Second Amendment verteidigen wollen. Außerdem sei er ja "schließlich da um Baseball zu spielen und nicht um über Politik zu sprechen und eine neue Bewegung zu starten". 

Nach einer Entschuldigung klingt das nicht.

Nicht der erste Baseballer, der sich Fehltritt im Netz erlaubt

In Sachen fragwürdige Posts ist Martinez bei den Baseballern allerdings leider kein Einzelfall. In der jüngeren Vergangenheit sind immer wieder Spieler  abseits des Platzes mit rassistischen, sexistischen und homophoben Kommentaren aufgefallen, unter anderem Relief Pitcher Josh Hader von den Milwaukee Brewers. Seine Tweets bereut er im Gegensatz zu Martinez mittlerweile. Der "New York Post" sagte er: "Ich möchte mich in aller Deutlichkeit für das, was ich gemacht habe, entschuldigen. Es reflektiert in keinster Weise die Überzeugungen, die ich mittlerweile habe." Sollte sein damaliges Handeln Konsequenzen für ihn haben, würde er sich diesen stellen. Seine Tweets hatte Hader bereits vor seiner Karriere als Profi, damals noch zu Highschool-Zeiten, abgesetzt und mittlerweile wieder gelöscht.

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lui