Olympia
Nach Eiskunstlauf-Fiasko: Star Ilia Malinin klagt über „Online-Hass“

Ilia Malinin
In einem Instagram-Post beschreibt Ilia Malinin den unerträglichen Druck bei den Olympischen Spielen
© Joosep Martinson / Getty Images
Nach seiner verpatzten Olympia-Kür meldet sich Eiskunstlaufstar Ilia Malinin: Der „Vierfach-Gott“ thematisiert die psychische Belastung durch Internet-Hass.

Eiskunstlaufstar Ilia Malinin aus den USA hat nach seiner verpatzten Olympia-Kür mentale Gesundheitsprobleme angedeutet.

„Auf der größten Bühne der Welt führen selbst die anscheinend Stärksten innerlich unsichtbare Kämpfe. Selbst die schönsten Erinnerungen können vom Lärm überschattet werden“, schrieb der 21 Jahre alte Weltmeister bei Instagram drei Tage nach dem achten Platz bei den Winterspielen.

Malinin sprach konkret von „niederträchtigem Online-Hass“, dieser „greift die Psyche an, und Angst zieht sie in die Dunkelheit, egal wie sehr man versucht, angesichts des endlosen, unerträglichen Drucks die Fassung zu bewahren. All das staut sich auf, während diese Momente an einem vorbeiziehen, und führt unweigerlich zum Zusammenbruch.“

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Malinin unterlegte seinen Beitrag mit einem kurzen Video. Darin sind Jubelbilder von ihm zu sehen, die immer wieder von kurzen Schwarz-Weiß-Sequenzen unterbrochen werden, in denen er sich verzweifelt an den Kopf fasst.

Der als „Vierfach-Gott“ gefeierte Malinin hatte in Mailand nach einer komplett missratenen Kür nur den achten Platz belegt. Bis zu den Winterspielen war er mehr als zwei Jahre ungeschlagen und galt als absoluter Topfavorit.

Malinin hatte das Eiskunstlaufen in den vergangenen Jahren in eine neue Dimension gehoben. Er selbst bezeichnet sich als „Vierfach-Gott“, weil er so viele Vierfachsprünge beherrscht wie kein anderer Läufer.

In der Kür hatte er geplant, als erster Sportler in der Olympia-Geschichte den besonders anspruchsvollen vierfachen Axel zu zeigen. Doch Malinin musste den Sprung abbrechen – und sprang den Axel nur einfach. Damit begann das Olympia-Fiasko für den zweimaligen Weltmeister.

Ilia Malinin kündigt offenbar weiteren Auftritt an

Trotz des achten Platzes kündigte der 21-Jährige mit seinem Beitrag vage an, am beliebten Olympia-Schaulaufen am Samstag teilzunehmen. Zum Ende des Videos erscheint das Datum des Schaulaufens: der 21. Februar 2026. Üblicherweise treten dort nur die Medaillengewinner auf, gelegentlich ergänzt durch einen Viertplatzierten oder Läufer aus dem Gastgeberland.

Hass im Internet während Olympia ist ein internationales Problem. Diverse Athleten haben damit zu kämpfen. Besonders prominent waren in den vergangenen Tagen die Fälle von US-Sportlern, die sich kritisch über ihre Regierung unter Präsident Donald Trump geäußert hatten.

DPA · SID
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