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Großbritannien: "Meine Frau ist auch mutig": Mann beschwert sich über sexistisches Shampoo

Shampoo für Männer ist laut eines Hygieneprodukte-Herstellers "mutig". Shampoo für Frauen ist dagegen nur "exotisch". Ein Mann aus Großbritannien verärgerte diese Aufschrift so sehr, dass er dem Unternehmen bei Twitter schrieb. Sein Vorwurf: Sexismus.

Großbritannien: Mann beschwert sich über diese sexistischen Shampoos

Ein Mann aus Großbritannien hat sich auf Twitter über die Aufschrift eines Shampoo-Herstellers beschwert. Der Vorwurf: Sexismus.

Getty Images

#MeToo hat einiges bewegt. Es wird endlich öffentlich über sexuelle Belästigung und sexistische Sprüche gesprochen. Es wird nicht mehr nur weggelächelt. Nichtsdestotrotz ist Sexismus immer noch Alltag. Das zeigt jetzt auch der Tweet von Philip Green aus Großbritannien.

Der 49-jährige Familienvater machte seinem Ärger über Shampoo des britischen Hygiene-Herstellers Radox, das er zuvor er in einem Drogeriemarkt in London entdeckte, Luft. Der Grund dafür waren die sexistischen Produkt-Aufschriften: Auf Produkten, die an Männern adressiert waren, stand "sportlich", "mutig", "stark" und "kraftvoll", während auf die an Frauen adressierten "glamourös", "fabelhaft", "sensationell" und "exotisch" stand.

"Meine Frau und Tochter sind aber 'mutig' und 'sportlich'"

Das verärgerte Green so sehr, dass er dem Unternehmen bei Twitter schrieb: "Hi Radox, meine Frau und meine Tochter sind 'sportlich', 'mutig', 'stark' und 'kraftvoll'. Sie werden aber nie euere Produkte kaufen, solange da 'für Männer' draufsteht. #JedenTagSexismus"

Der Brite ging sogar soweit und forderte die Drogerie auf, das Shampoo nicht mehr zu verkaufen. Schließlich sei so etwas für jede Gleichberechtigungs-Organisation ein Schlag ins Gesicht, sagte er "Mail Online": "Ich finde es beleidigend, dass Frauen nur auf eine bestimmte Art gesehen werden. Warum können Frauen nicht auch 'stark' und 'mutig' sein?" Green fügt hinzu, dass es die falsche Botschaft an die Gesellschaft sende und Klischees stärke.

Radox entschuldigt sich bei Green

Mittlerweile äußerte sich auch Radox bei Twitter zu den Vorwürfen. "Hallo Philip, Entschuldigung, wenn Sie unsere Verpackung beleidigt hat. Ihre Meinung ist uns wichtig. Deshalb haben wir Ihre Bedenken an unser Marketing- und Produktentwicklungsteam weitergeleitet." Nach mehr als einer Standardantwort klingt das nicht.

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rpw
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?