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Diskussion im Netz: "Hotel Mama": Deshalb ist es normal, mit Anfang 20 bei seinen Eltern zu wohnen

Immer öfter wird in den Medien vom Phänomen "Hotel Mama" gesprochen. In der Online-Community Tumblr entfachte das nun eine Diskussion. Das Credo: Es gibt gute Gründe, mit Anfang 20 noch bei Mama und Papa zu leben.

"Hotel Mama": Deshalb ist es normal mit Anfang 20, bei seinen Eltern zu wohnen

"Hotel Mama": In der Online-Community Tumblr entfachte die Geschichte vom Nesthocke eine Diskussion

Getty Images

"Hotel Mama" bedeutet: Ab und zu den Müll herausbringen, ansonsten steht immer Essen auf dem Tisch, die Wäsche wird gewaschen und das Zimmer aufgeräumt. Das sind die gängigen Klischees für alle Zwanzigjährigen, die nicht sofort in die eigenen vier Wänden ziehen. Tatsächlich lebten laut dem Statistischen Bundesamt im Jahr 2014 jeder zweite Mann und jede dritte Frau im Alter von 23 Jahren noch Zuhause.

Auch in den USA leben laut einer aktuellen Studie immer mehr 18- bis 34-Jährige bei ihren Eltern. Nicht wenige werfen jungen Erwachsenen deshalb Angst vor Unabhängigkeit und eigener Verantwortung vor. Immer öfter fallen Sätze wie: "Du bist 22 Jahre alt – und wohnst noch bei deinen Eltern!?" Der Twitter-User King Bryan hatte genug davon. Er fragte vor wenigen Monaten dort: "Bei welchen Eltern soll ich denn sonst leben?"

Früher gab es auch besser bezahlte Jobs

Der Tweet ging viral und wurde nun wieder in der Online-Community Tumblr gepostet. Dort entfachte er erneut eine Diskussion darüber, warum so viele Millennials noch bei Mama und Papa wohnen.

Die Meinungen waren verschieden. Eine Userin schrieb: "LEBENSERHALTUNGSKOSTEN! Wie wäre es vielleicht einmal, wenn mich meine Firma so bezahlt, dass ich mir auch eine eigene Wohnung finanzieren kann." Schließlich habe es früher noch Jobs gegeben, die es einem möglich machten, mit 18 auszuziehen. Andere Nutzer wiederum behaupteten, dass es schon immer normal gewesen sei, dass man, bis man heiratete, noch bei seinen Eltern lebte. 

"Hotel Mama" ist ein Mythos

Wie ein Bericht des MDR vor wenigen Monaten aufdeckte, ist die Geschichte vom Nesthocker tatsächlich ein Mythos. "'Hotel Mama' gibt es nicht", sagt Soziologie-Professor Dirk Konietzka von der TU Braunschweig dem Mitteldeutschen Rundfunk. Das Thema sei ursprünglich aus den USA herüber geschwappt, so Konietzka, wo es in den Medien diskutiert wurde. Dabei habe sich nichts daran geändert, dass junge Menschen in Deutschland relativ früh eigenständig und unabhängig sein wollen. Das belegen auch Zahlen. Deutschland liegt beim Auszugsalter aus dem Elternhaus im Vergleich von 33 europäischen Ländern auf Platz 8.

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rpw
Themen in diesem Artikel
Kindesunterhalt für volljähriges Kind ohne Zielstrebigkeit
Mein Kind ist 19 Jahre alt und lebt im Haushalt der Mutter. Es hat im Juli 2017 seine Schule nach der 10. Klasse dann mit Hauptschulabschluss verlassen. Danach wollte es auf einer Berfsfachschule Einzelhandel seinen Realschulabschluss nachholen (2 Jahre). Es besuchte die Schule im ersten Halbjahr nicht wirklich regelmäßig und im zweiten Halbjahr dann so gut wie gar nicht mehr. (zum Ende hin, ist es gar nicht mehr zur Schule gegangen) Das notwendige zweite Jahr ging es dann gar nicht mehr an. Stattdessen hat es sich für ein freiwilliges Soziales Jahr beworben und geht hier mehr oder weniger regelmäßig hin. Nun möchte es das FSJ abbrechen und wieder seinen Realschulabschluss nachholen. Dies soll in Vollzeit an der Volkshochschule geschehen. Zwischendurch ist immer wieder die Rede von verschiedenen Ausbildungen. Ein wirkliches Konzept, oder Interesse ist aber auch hier nicht erkennbar. Mal kommt es mit dem Berufswunsch Tierarzthelfer/In, mal mit Immobilienkaufmann/-Frau, oder Ähnlichem. Informationen über freie Stellen, oder Inhalte des Berufs und der Ausbildung können nicht genannt werden. Bei laufenden Bewerbungen am Ball zu bleiben liegt ihm auch nicht wirklich. Hab die Bewerbung ja hingeschickt, damit soll es dann auch gut sein. Langsam drängt sich mir der Verdacht auf, es sucht sich den bequemsten Weg heraus und verlässt sich auf meine nicht unerheblichen Unterhaltszahlungen. Frei nach dem Motto: Was soll ich mich kümmern, Väterchen muss ja zahlen, solange ich Schule oder Ausbildung mache. Um meinem Kind Anreize zu geben, endlich Zielstrebigkeit zu entwickeln, habe ich schon über die Kürzung bzw. Einstellung des Unterhals nachgedacht. Wie verhält sich das rechtlich, bzw. was kann ich tun?