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Imke Wübbenhorst: Trainerin im Männerfußball kontert sexistische Frage perfekt: "Stelle nach Schwanzlänge auf"

Imke Wübbenhorst ist die erste Frau, die eine Männer-Fußballmannschaft in der Oberliga trainiert – und wird deshalb mit sexistischen Fragen konfrontiert. Eine ihrer Antworten darauf geht gerade international viral.

Imke Wübbenhorst

Imke Wübbenhorst, Oberliga-Trainerin des BV Cloppenburg

Imke Wübbenhorst ist seit Ende des vergangenen Jahres die erste Frau, die eine Männer-Fußballmannschaft in der Oberliga trainiert. Die 30-Jährige soll den BV Cloppenburg, derzeit Tabellenletzter in Niedersachsen, vor dem Abstieg retten. Und als ob diese Mission nicht schon schwierig genug werden dürfte, muss sich die frühere U-19-Europameisterin auch noch sexistische Fragen anhören.

Sollte sie allerdings den Abstiegskampf so kompromisslos angehen wie die dummen Bemerkungen zu ihrem Job, sollte in Cloppenburg noch Hoffnung auf die sportliche Wende zum Guten bestehen. Wie unter anderem die "Welt" berichtet, lieferte Wübbenhorst dafür gerade einen eindrucksvollen Beweis, mit dem sie auch international das Netz begeistert.


Imke Wübbenhorst: Sirene auf dem Kopf?

Ob sie eine Sirene auf dem Kopf trage, damit die Männer noch schnell eine Hosen anziehen können, bevor sie in die Kabine kommt, wurde sie kürzlich gefragt. "Natürlich nicht", antwortete Wübbenhorst. "Ich bin Profi – ich stelle nach Schwanzlänge auf."

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Für den Konter wird die Trainerin zurzeit im Netz gefeiert. Internationale Medien wie der "Independent" berichten darüber und die Twitter-User zeigen ihre Begeisterung mit Memes und Gifs:

Wübbenhorst wird sich in Cloppenburg übrigens einen neuen Co-Trainer suchen müssen. Der Assistent ihres Vorgängers soll nämlich laut "Bild"-Zeitung erklärt haben, dass er keiner Frau die Hütchen hinterhertrage ...


tim
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Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?