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Shitstorm: Influencer brät Delphinbaby in der Pfanne? Das steckt hinter der Aktion

Der deutsche Youtuber und Influencer "Inscope21" erntete in den vergangenen Tagen einen Shitstorm. Grund: Er hatte behauptet, einen Babydelphin gegessen zu haben. Doch hinter der Aktion steckt ein ernster Gedanke.

Immer mehr Menschen verzichten mittlerweile auf Fleisch, um die Tiere und die Umwelt zu schonen. Aber welche Auswirkungen hat eigentlich der Kauf und der Konsum von Fisch? Um auf diese Frage aufmerksam zu machen, dachte sich der deutsche Influencer Inscope21, der auf Youtube 2,2 Millionen Abonnenten hat, eine besondere Idee aus: Er zeigte in seiner Instagram-Story, wie er Filets eines Babydelphins zum Abendessen anbriet.

Was folgte, war ein Shitstorm und schließlich die Auflösung – seine Story war ein Prank, also ein Streich, der dazu dienen sollte, Aufmerksamkeit für das Thema nachhaltigen Lebensmittelkonsum zu erzielen. Doch was einige User schon von Beginn an vermuteten, hielt Fans und Follower nicht davon ab, Hasskommentare abzusetzen oder den Influencer zu entfolgen. Auch andere Social-Media-Stars wie Unge und Vegan-Koch Attila Hildmann mischten sich unter die Empörten.

Bewusster Shitstorm

Eine Shitstorm-Ewigkeit später löste Inscope21 in einem Video jedoch auf, dass es sich nur um einen bewussten Streich gehandelt habe. Das vermeintliche Delfinbaby kommt aus einem 3D-Drucker und die Idee von einer Agentur. Für seine Fake-Aktion hatte sich der Influencer mit der Organisation followfish zusammengetan. "Die Shitstorm-Aktion ist Teil der followfood-Kampagne 'Was wir essen darf nicht die Welt kosten'", gab followfish in einer Pressemitteilung bekannt. "Ziel des Pranks war es, auf ein Problem hinzuweisen, dem noch viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird: Der Überfischung der Ozeane und der Gefährdung von vielen Fischarten durch Beifang und illegalen Fischfang."

Der Shitstorm habe gezeigt, dass die Menschen sich zwar über ein niedliches Delphinbaby aufregen, aber dabei gern vergäßen, dass auch andere Arten aufgrund von Überfischung aussterben, sagte der Gründer von followfish, Jürgen Knoll.

In seinem Erklärungs-Video auf Youtube zeigt Inscope21 am Dienstagabend nun, wie das vermeintliche Delphinbaby im 3D-Drucker entstand und wie er die Instagramstory zu seinem Delphin-Abendessen fakte. Zwar entschuldigte er sich im Titel für den Prank, gab seinen Hatern aber auch eine Message mit auf den Weg: "Es hat mich in dem Sinne gefreut, dass ihr Leute darauf aufmerksam werdet, dass so eine Scheiße nicht gemacht werden soll."

lau
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