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Virales Video: Jugendliche Trump-Fans verspotten Ureinwohner – oder doch nicht?

In Washington D.C. sollen Jugendliche Trump-Fans einen amerikanischen Ureinwohner provoziert und respektlos behandelt haben. Das behaupten zumindest viele Medien. Doch der Schein trügt.

Jugendliche Trump-Anhänger stören eine Kundgebung von amerikanischen Ureinwohnern 

Sie stehen sich gegenüber, Auge in Auge: ein junger katholischer Schüler mit einer roten "Make America Great Again"-Kappe und ein amerikanischer Ureinwohner. Der eine trommelt und singt. Der andere lächelt. Um sie herum steht eine Gruppe weißer Jugendlicher. Sie sind laut, filmen mit ihren Handys, hüpfen und gestikulieren wild mit ihren Händen. Was genau vorgefallen ist, lässt sich in dem kurzen Video, das eine 26-jährige Studentin auf ihrem Instagram-Account hochgeladen hat, nicht erkennen.

Trotzdem ist der Fall für viele Medien klar: Jugendliche Trump-Fans verspotten Ureinwohner. In den USA hat das Video nun eine neue Debatte über die steigende Diskriminierung von Minderheiten unter Präsident Donald Trump ausgelöst. Viele sind empört – wie die Kongressabgeordnete Deb Haaland, die erste Ureinwohnerin in diesem Amt: "Die Zurschaustellung des blanken Hasses, die Respektlosigkeit und Intoleranz der Schüler sind ein Zeichen dafür, wie sehr der allgemeine Anstand unter der derzeitigen Regierung gelitten hat", schreibt sie bei Twitter.

Aber was ist überhaupt passiert?

Mehrere Versionen – wer sagt die Wahrheit?

Die ganze Geschichte ist kompliziert. Es gibt mehrere Versionen. Die eine ist das Video, das Millionen Menschen im Netz bereits gesehen haben. Es zeigt jenen Vorfall, wie eingangs erwähnt. Eine andere ist die von Nathan Philipps, der Ureinwohner aus dem Video. Der 64-jährige Vietnam-Veteran nimmt am Freitag am "Indigenous Peoples March" in Washington teil. Die politische Demonstration soll auf die globale Ungerechtigkeit gegen Ureinwohner aufmerksam machen. Vor dem Lincoln Memorial in Washington kommt es dann zur Konfrontation mit den Jugendlichen.

Philipps will einen Streit zwischen zwei Gruppen klären. Angeblich sei es zu Wortgefechten zwischen den Schülern der Katholischen High School und vier Männern der Glaubensrichtung Schwarze Hebräer (Anm. d. Red.: Afroamerikanern, die glauben, dass sie von antiken Israeliten abstammen) gekommen. Er beschließt sich zwischen sie zu stellen, dann sei ihm, so berichtet er der "Washington Post", der Weg versperrt worden: "Es wurde hässlich, und ich dachte, ich muss mir einen Ausweg aus dieser Situation suchen und mein Lied am Lincoln Memorial beenden." Ihm zufolge sollen die Schüler immer wieder "Baut die Mauer, baut die Mauer" gebrüllt haben.

Die Version der Schüler ist eine vollkommen andere. Sie hätten das nie gesagt. Sie hätten am Lincoln Memorial auf ihren Bus gewartet, der sie zurück nach Kentucky bringen sollte. Dort seien sie von "afro-amerikanischen-Demonstranten als Schwuchteln und Inzest-Kinder" beleidigt worden. Das behauptet nun ausgerechnet der Jugendliche, der Philipps im Video vermeintlich hämisch ins Gesicht grinst.

"Nach ein paar Minuten kamen dann auf einmal die 'Indigenous Peoples March'-Demonstranten auf uns zu und fingen an, zu trommeln und zu filmen", heißt es in einem Statement des jungen Schülers, das ein CNN-Journalist auf Twitter teilte. Der Teenager sagt zudem, er habe die Situation deeskalieren und eine gewaltvolle Auseinandersetzung unbedingt verhindern wollen.

Wer hat nun Recht? Wer hat Schuld?

Trump-Anhänger bekommt Morddrohungen

Ein Video bei Youtube sorgt inzwischen für Aufschluss. Es zeigt die Minuten vor und nach dem Vorfall. In dem eineinhalbstündigen-Ausschnitt bestätigt sich das, was der junge Schüler in seinem Statement behauptet. Vier schwarze Männer beleidigen die Schüler wegen ihrer Trump-Kappen. Daraufhin fangen diese an zu hüpfen, zu springen und zu tanzen. Nach einiger Zeit geht dann Philipps auf die Gruppe Schüler zu. Er sucht die Konfrontation, wodurch die Situation weiter eskaliert. Es kommt anschließend zu jener Situation, in der sich der junge Schüler und der Ureinwohner gegenüberstehen. Mehr passiert allerdings nicht.

Ob sich die Jugendlichen richtig verhalten haben, darüber lässt sich sicherlich streiten. Der grinsende Blick wirkt zumindest provokant. Doch wer am Vorfall Schuld hat, darauf kann es durch die Bilder keine hundertprozentige Antwort geben. Trotzdem macht eine vermeintliche Antwort die Runde im Netz: Die Schüler mit ihren Trump-Kappen werden in den sozialen Netzwerken und von vielen Medien als Schuldige ausgemacht. Die Folge: unendlicher Hass. Der Kolumnist und Bestseller-Autor Reza Aslan fragt: "Ehrliche Frage: Habt ihr je ein Gesicht gesehen, in das man besser reinschlagen kann?"

Der Junge aus dem Video sagt in seinem Statement, seine Familie und er hätten Morddrohungen bekommen – sogar aus der Nachbarschaft. Nun droht ihm im schlimmsten Fall ein Schulverweis. Wie es in einem Statement seitens der Schule heißt, werde man "angemessene Maßnahmen ergreifen". Bleibt nur zu hoffen, dass sich die Schule den Vorfall genauer ansehen wird als viele Pöbler im Netz.

Donald Trump steht im Garten des Weißen Hauses und spricht zu Journalisten

Quellen: Twitter / Washington Post / Guardian

Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.