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NFL-Teams: Dieser Cheerleader ist eine kleine Sensation

Die amerikanische Profifootballliga NFL gilt in vielerlei Hinsicht als rückständig und konservativ. Umso erstaunlicher ist es, dass zur kommenden Saison in Sachen Cheerleading einiges neu sein wird.

Ein Team, das zusammenhält: egal ob Frau oder Mann

Ein Team, das zusammenhält: egal ob Frau oder Mann

In Amerika steht American Football für pure Männlichkeit. Muskelbeladene Maschinen rennen ineinander. Neben dem Feld stehen Cheerleaderinnen, die ihr Team mit Choreographien zum Sieg verhelfen sollen. So war es zumindest bislang. Denn wie unter anderem CNN berichtet, wird es in der kommenden Saison, die offiziell am 6. September startet, erstmals auch drei männliche Cheerleader geben. Das entspricht in der als konservativ geltenden Football-Szene einer kleinen Sensation. 

Quinton Peron, hauptberuflich Tänzer und Choreograph, und Napoleon Jinnies, der normalerweise als Make-Up Artist arbeitet, werden das Tanzteam der Los Angeles Rams verstärken. Beide sind im offiziellen Kader der Cheerleader-Mannschaft zu sehen. Bereits Ende März stand fest, dass es Napoleon ins Team geschafft hat. Daraufhin setzte er einen emotionalen Tweet ab.

"Ich kann immer noch nicht fassen, dass ich einer der ersten männlichen Cheerleader in der NFL sein werde. Eure Unterstützung und eure Liebe sind der Wahnsinn. Vielen Dank und GO RAMS" hatte er geschrieben. Schon vor der endgültigen Entscheidung hatte Quinton bei Instagram ein Foto geteilt, das ihn mit strahlenden Gesicht beim Tanzen zeigt.

Zwar gibt es schon einige NFL-Teams, die männliche Tänzer als sogenannte Stuntmen einsetzten, doch Quinton und Napoleon werden Seite an Seite mit ihren weiblichen Kolleginnen tanzen und die gleichen Choreographien zeigen. 

Aller guten Dinge sind Drei

Neben den LA Rams bekommen aber auch die New Orleans Saints männliche Unterstützung für ihre Cheerleadermannschaft: Der 25-jährige Jesse Hernandez hat es ins Team geschafft. In einem YouTube-Video, erzählt er, dass ihn sowohl Quinton und Napoleon als auch seine Mutter dazu inspiriert hätten, sich zu bewerben. Seine Mutter habe zu ihm gesagt: "Deine Zeit zu glänzen ist gekommen."

Ob sich die männlichen Cheerleader auch an die die berühmt-berüchtigten strengen Verhaltensregeln der NFL halten müssen, ist nicht bekannt. Er ist im März legte eine Cheerleaderin aus New Orleans offiziell Beschwerde ein, weil für die männlichen Footballspieler andere Vorschriften gelten als für die Tänzerinnen der Vereine. Unter anderem ist es den Frauen verboten, mit den Spielern zu sprechen.

lui