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Ende gut, alles gut: Smileys und Asche im Weltall - die skurrilsten Bestattungstrends von Japan bis Russland

Während man früher seine Liebsten meistens klassisch in einem Sarg oder einer schlichten Urne beerdigt hat, werden Bestattungen heutzutage in einigen Ländern der Welt immer außergewöhnlicher. In Japan, den USA und Russland gibt es Trends, die man sich hierzulande nur sehr schwer vorstellen kann.

Kreative Bestattungen: Letzte Ruhe lieber im Weltraum oder Unterwasser?

Kürzlich ist in der japanischen Hauptstadt Tokio die "Endex" zu Ende gegangen. Das wird den meisten von euch wohl nichts sagen, es sei denn, ihr verdient euer Geld als Bestatter. Bei der "Endex" handelt es sich nämlich um eine Bestattungs-Messe, bei der 300 Aussteller ihre neuesten Erfindungen vorgestellt haben - und die sind teilweise richtig skurril. Stichwort: Kitsch und knallige Farben. Wie unter anderem die österreichische "Kronen Zeitung" berichtet, wurde zum Beispiel eine Urne mit aufgedruckten gelb-funkelnden Smileys von den Ausstellern präsentiert. Wer allerdings denkt, dass das alles gewesen ist, der liegt falsch.

Man kann sich jetzt auch mit einem wortwörtlichen allerletzten, lauten Knall von seinen Liebsten verabschieden. Wie das geht? Zunächst wird der Verstorbene eingeäschert. Die Asche wird anschließend in einen großen Ballon gefüllt und diesen lassen die Familienangehörigen dann zum Beispiel über Wasser aufsteigen. In der Luft explodiert der Ballon und die Asche regnet vom Himmel. Auch in Sachen Dokumentation von Bestattungen hat sich im asiatischen Markt einiges getan. So findet man neben kitschigen Urnen und explodierenden Ballons auch Bestattungsdrohnen. Mit denen lässt sich das Begräbnis prima aus der Luft festhalten.

Eingeäschert im Weltall

Doch die Japaner sind nicht die einzigen, die in Sachen Bestattungstrends immer größere Bestecke auffahren. Auch die Amerikaner sind auf diesem Themenfeld sehr innovativ. So besteht zum Beispiel die Möglichkeit, sich in Miami auf dem Unterwasser-Friedhof bestatten zu lassen. Dabei handelt es sich um ein lebendes Korallenriff, in dessen Nähe der Fischfang streng verboten ist. Entsprechend blüht dort das Leben. Entscheidet man sich für eine solche Bestattung, wird die Urne von Tauchern am Riff fixiert. Ein Platz unterhalb des Meeresspiegels kostet 3200 Euro.

Doch nicht nur unter Wasser sind Bestattungen möglich. In Russland kann man eine Urne für läppische 4000 Euro mit einer Rakete ins Weltall schießen lassen. Auf 30 Kilometern Höhe öffnet sich diese und die Asche verbreitet sich im All. Aber keine Angst: Die meiste Asche löst sich sofort auf. Und die übrig gebliebenen Partikel lösen sich spätestens in der Atmosphäre auf, weshalb sie keine Gefahr für die Gesundheit darstellt. Für alle, die bereits zu Lebzeiten schon immer mal Richtung Mond fliegen wollten, ginge so zumindest nach dem Tod noch dieser Wunsch in Erfüllung.

lui
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Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?