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Experte warnt: In den USA könnte es bald keine Avocados mehr geben – wegen Trump

In der letzten Woche verkündete Präsident Trump, dass er nach "ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit" die Grenze zu Mexiko schließen werde, sollte das Land nichts gegen die illegale Migration in die USA tun. Das ist generell doof und hätte ungeahnte Konsequenzen. 

Trump und Avocados

Trumps Grenzschließung könnte dazu führen, dass den USA die Avocados ausgehen

Picture Alliance

Kaum eine Frucht hat sich in den letzten Jahren so zum Trend gemausert, wie die Avocado. Wo man sie früher nur zermatscht in der Guacamole kannte, ist sie inzwischen der Star auf jedem Brunch-Tisch. Und auch die Guacamole hat spätestens durch den hottesten Kochexperten der Welt – Antoni aus "Queer Eye" – wieder einiges an Respekt gewonnen. (Wenn der Mann "Guuaaaac" sagt, kippen wir doch alle reihenweise um.)

Doch nun gibt es einen, der uns das deliziöse Loorbergewächs, das zu Rührei und Lachs gehört, wie Senf zur Frikadelle, wegnehmen will. Also nicht uns direkt, aber den Amerikanern: Denn laut Steve Barnard, dem Chef des größten Avocado-Lieferanten der Welt, Mission Produce, werden den USA in kürzester Zeit die Früchte ausgehen, sollte Präsident Trump die Grenze zu Mexiko tatsächlich schließen lassen.

Als hätte sich Trump nicht schon genug Feinde gemacht, muss er jetzt auch noch die Brunch-Ladies gegen sich aufbringen…

"Quasi 100 Prozent der Avocados kommen zur Zeit aus Mexiko"

Knapp drei Wochen würde der Vorrat noch reichen, sollte der Import gestoppt werden, so Barnard zur Nachrichtenagentur "Reuters": "Man hätte sich hierfür kein schlechteres Jahr aussuchen können", sagt Barnard, "da quasi 100 Prozent der Avocados in den USA zur Zeit aus Mexiko kommen. Kalifornien beginnt jetzt erst und hat eine sehr kleine Ernte – und selbst die wird erst in etwa einem Monat relevant werden."

Laut dem Finanzmagazin "Forbes" hat die Hitzewelle von 2018 die Ernte in Kalifornien so sehr beschädigt, dass etwa die Hälfte der Ernte des letzten Jahres erwartet wird. Außerdem würden die Früchte vor allem in Kalifornien selbst und einigen anderen Bundesstaaten im Westen der USA verkauft werden. 

Sprich: Wer dieses Jahr nach New York fliegen wollte, um endlich mal wie die "Sex and the City"-Mädels brunchen zu gehen, könnte sich seine eigenen Avocados mitbringen müssen. Danke, Trump.

jgs
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