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Debatte in Russland: "Sex, Drogen, Protest": Wladimir Putin mag Rapmusik nicht – und will sie kontrollieren lassen

In Russland ist eine hitzige Debatte über Rapmusik im Gange. Präsident Wladimir Putin sieht vor allem in der "Drogen-Propaganda" ein großes Problem. Trotzdem ist er gegen ein Verbot und will auf anderem Wege Einfluss nehmen.

Wladimir Putin

Russlands Präsident Wladimir Putin will Rapmusik nicht verbieten, sie aber "steuern und lenken"

Rapmusik gehört in Russland zu den beliebtesten Genres – nicht zuletzt, weil viele Künstler die sozialen und gesellschaftlichen Probleme des Landes ansprechen und sich nicht scheuen, auch Kritik an der Regierung zu äußern. Das wird naturgemäß auch von der Politik misstrauisch beobachtet: Zuletzt wurden mehrere Auftritte von den Behörden untersagt, mindestens drei Musiker wurden festgenommen. Seitdem ist eine hitzige Debatte über die kulturelle Bewegung ausgebrochen.

Jetzt hat sich auch Wladimir Putin zum Thema zu Wort gemeldet – seine Idee: Der Präsident will eine Kontrollinstanz einführen. Rap basiere auf drei Säulen: "Sex, Drogen und Protest". Aber es bringe nichts, so Putin bei einem Treffen mit Kulturbeauftragten im Kreml, Auftritte zu verbieten, wenn Texte falsche Werte verbreiteten. Der Präsident ist sich bewusst, dass dies bloß den gegenteiligen Effekt hätte und die Popularität der Künstler nur steigern würde.

Wladimir Putin: "Pfad zum Niedergang der Nation"

Deshalb müssten andere Wege gefunden werden: "Wenn man den Rap nicht aufhalten kann, muss man ihn steuern und lenken", so Putin weiter. Vor allem die "Drogen-Propaganda" in vielen Songs sei "der Pfad zum Niedergang der Nation". Dass viele Rapper auch die Politik des Präsidenten kritisieren, wurde von Putin in seinen Äußerungen nicht erwähnt.

Der Rapper Eko Fresh schaut mit leicht zugekniffenen Augen und schräg gelegtem Kopf in die Kamera
tim
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