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"Gute Resonanz" bei Ostermärschen der Friedensaktivisten

Mit Ostermärschen und Mahnwachen in verschiedenen deutschen Städten hat die Friedensbewegung am Karfreitag gegen Krieg, Gewalt und atomare Bedrohungen protestiert.

Mit Ostermärschen und Mahnwachen in verschiedenen deutschen Städten hat die Friedensbewegung am Karfreitag gegen Krieg, Gewalt und atomare Bedrohungen protestiert. "Unser Marsch ist eine gute Sache, weil er für eine gute Sache steht", erklärten die Organisatoren in Frankfurt am Main.

Insgesamt sind am Osterwochenende bis zu 80 Kundgebungen geplant. Eine der vorrangigen Forderungen sei der sofortige Abzug der Bundeswehr aus allen Auslandseinsätzen und der Abzug der Patriot-Raketen aus der Türkei, teilte die Friedens- und Zukunftswerkstatt mit.

Den Angaben zufolge fanden erste Kundgebungen bereits am Gründonnerstag statt. Die Aktionen in Kehl, Biberach, Suhl und Erfurt hätten "eine gute Resonanz" gefunden. Am Karfreitag gibt es Veranstaltungen unter anderem in Dortmund, Münster und Biberach. Dabei sollen auch Militärstandorte wie etwa Ramstein oder Büchel, wo US-Atomraketen lagern, einbezogen werden.

Der Geschäftsführer des Netzwerks Friedenskooperative, Manfred Stenner, kritisierte am Freitag das Scheitern des "sowieso absolut unzureichenden" UN-Waffenhandelabkommens in New York. Es sei nun umso dringender, für ein Ende der bundesdeutschen Waffenexporte zu streiten, erklärte er in Bonn. "Das Verbot gehört ins Grundgesetz."

In diesem Jahr steht auch das Eintreten gegen deutsche Rüstungsexporte und gegen die Anschaffung von Kampfdrohnen im Mittelpunkt der Kundgebungen. Die ersten Ostermärsche in der Bundesrepublik fanden 1960 statt. Damals hatten Pazifisten den Atomraketen-Übungsplatz Bergen-Hohne als Ziel eines Sternmarsches ausgesucht.

AFP / AFP

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