2024 waren die Tariflöhne von Auszubildenden bereits um 6,3 Prozent gestiegen. Mit dem nun zweiten "Rekordanstieg in Folge" seien die Reallohnverluste insbesondere aus den Jahren zwischen 2021 und 2023 "weitgehend ausgeglichen", erklärte das BIBB. In diesen Jahren waren die Verbraucherpreise deutlich gestiegen.
Den stärksten Anstieg der Ausbildungsvergütungen verzeichneten im vergangenen Jahr der öffentliche Dienst mit 7,7 Prozent sowie Industrie und Handel mit 7,2 Prozent, wie das BIBB mitteilte.
Auszubildende im öffentlichen Dienst bekommen mit 1329 Euro das meiste Geld. In der Hauswirtschaft gibt es 1295 Euro Vergütung und in Industrie und Handel 1266 Euro. Unterdurchschnittlich zahlt demnach das Handwerk mit 1093 Euro.
Löhne unter 1000 Euro werden der Erhebung zufolge noch in 15 Berufsausbildungen gezahlt: In den Berufen Fachkraft Agrarservice, pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte, in drei Industrie- und Handelsberufen sowie zehn Handwerksberufen bekommen die Auszubildenden im Schnitt zwischen 900 und 1000 Euro. Schlechter bezahlt werden nur Friseurlehrlinge mit 727 Euro.
Unter den Bundesländern hält sich Baden-Württemberg laut BIBB auf Rang eins mit durchschnittlich 1257 Euro. Mit dieser Ausnahme seien die Unterschiede zwischen den Bundesländern aber gering und in einem Korridor von etwa 40 Euro.
Das BIBB wertet seit 1976 jährlich die Vergütungen von Auszubildenden mit Stichtag 1. Oktober aus.