Walsh forderte "alle möglichen Anstrengungen zur Sicherung alternativer Versorgungswege". Zudem sei wichtig, dass die Behörden "über gut kommunizierte und koordinierte Pläne verfügen, falls eine Rationierung notwendig wird" - etwa die "Freigabe von Zeitnischen".
Auch die EU-Kommission hatte am Dienstag angesichts der anhaltenden Blockade der Straße von Hormus vor Kerosin-Engpässen gewarnt. Eine Sprecherin sagte, Raffinerien innerhalb der EU deckten derzeit rund 70 Prozent des Kerosin-Verbrauchs, für den Rest sei die EU von Importen abhängig.
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sieht aktuell keine Knappheiten von Flugzeugtreibstoff in Deutschland: Für den Moment könne sie "Sorgen um Knappheiten nicht bestätigen", sagte sie am Donnerstag.
Der Iran-Krieg hat einen sprunghaften Anstieg des Kerosinpreises ausgelöst, noch stärker als beim Rohöl. Auf allen Kontinenten haben zahlreiche Fluggesellschaften ihre Tarife erhöht und Flüge aus Sicherheits- oder Rentabilitätsgründen ausgesetzt.