22 der Todesopfer waren Schweizer, 18 weitere kamen aus dem Ausland, die meisten davon aus Frankreich und Italien; Deutsche waren nicht unter den Toten oder Verletzten. Die Leichen von fünf italienischen Jugendlichen wurden am Montag mit einem Militärflugzeug in ihre Heimat gebracht.
Auch die Identifizierung der Verletzten wurde am Montag abgeschlossen. Insgesamt wurden 116 Menschen bei dem Brand verletzt, nicht wie zuvor angegeben 119. Drei aus anderen Gründen in der Silvesternacht in die Notaufnahmen eingelieferte Verletzte seien zunächst irrtümlich zu den Brandopfern von Crans-Montana gezählt worden, erklärte die Polizei.
83 Verletzte lagen am Montag weiterhin im Krankenhaus, dutzende von ihnen wurden mit schwersten Verbrennungen in Spezialkliniken in Deutschland, Frankreich, Italien und Belgien behandelt.
Das Feuer war in der Silvesternacht in der Bar "Le Constellation" ausgebrochen, als dort zahlreiche junge Menschen ins neue Jahr feierten. Den Ermittlungen zufolge wurde die Feuersbrunst im Keller der Bar offenbar durch Feuerwerksfontänen ausgelöst, die an Sektflaschen angebracht waren und zu nahe an die Decke gehalten wurden.
Die Ermittler wollen unter anderem klären, ob das Dämmmaterial an der Decke den Vorschriften entsprach. Gegen die Betreiber der Bar wird wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung, fahrlässigen Körperverletzung und fahrlässigen Brandstiftung ermittelt.
Am Sonntag hatten hunderte Menschen bei einer Trauermesse in Crans-Montana der Opfer des Unglücks gedacht, anschließend fand ein Schweigemarsch durch den Skiort statt. Am Freitag gedenkt die Schweiz mit einem nationalen Trauertag der Toten.
Im ganzen Land sollen um 14.00 Uhr die Kirchenglocken läuten, gleichzeitig ist eine Schweigeminute geplant. In Crans-Montana findet eine nationale Trauerfeier statt, zu der neben dem Schweizer Bundespräsidenten Guy Parmelin auch Gäste aus dem Ausland erwartet werden.