Ein Generalsekretär sei per se Generalist, sagte Kühnert. "In guten Zeiten heißt das, er hat das Recht, sich zu allem einzulassen. Die Kehrseite der Medaille ist, dass man zu allem etwas sagen muss."
In den Sitzungswochen des Bundestags habe sich sein Kalender zudem wie von selbst gefüllt, berichtete der mittlerweile 36-Jährige. Abends habe er sich gefragt, was er "heute eigentlich bewirkt" habe, fügte er hinzu.
Seine Amtszeit als SPD-Generalsekretär während der Ampelregierung unter Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sei "bilderbuchartig" für einen Zustand gewesen, bei dem er "zur Flipperkugel der Entwicklung" geworden sei.
Kühnert war im Oktober 2024 nach etwa drei Jahren überraschend als Generalsekretär der SPD zurückgetreten. Heute arbeitet er unter anderem für die Organisation Finanzwende, die sich nach eigenen Angaben für faire und nachhaltig stabile Finanzmärkte einsetzt. Außerdem ist er Mitglied in einer Rentenkommission des Deutschen Gewerkschaftsbunds.