Ein Todesopfer und dutzende zerstörte Häuser durch Buschbrände in Australien

Buschfeuer in Victoria
Buschfeuer in Victoria
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Schwere Buschbrände haben im Südosten Australiens dutzende Wohnhäuser zerstört und mindestens einen Menschen das Leben gekostet. Mehr als 70 Wohnhäuser und mehr als 230 weitere Gebäude wurden niedergebrannt, wie Katastrophenschutzchef Tim Wiebusch am Sonntag berichtete. Nahe der Stadt Longwood nördlich von Melbourne kam nach Polizeiangaben ein Mensch bei einem Buschfeuer ums Leben.

Bis Sonntag wurden laut Katastrophenschutz bei den Bränden im Bundesstaat Victoria mehr als 300.000 Hektar Vegetation vernichtet. Bei Temperaturen von über 40 Grad Celsius und starkem Wind waren in dem Bundesstaat in den vergangenen Tagen zahlreiche Buschbrände ausgebrochen. 

Am Sonntag meldete Katastrophenschutzchef Wiebusch leicht verbesserte Wetterbedingungen, die die Brandbekämpfung begünstigten. Am Vortag hatten die Behörden wegen der Feuer den Ausnahmezustand ausgerufen. Hunderte Feuerwehrleute aus dem ganzen Land waren im Einsatz. 

In Australien ist derzeit Sommer, hohe Temperaturen und starker Wind erhöhen die Brandgefahr. In den Sommermonaten gibt es in dem Land regelmäßig Buschbrände. Durch den Klimawandel nimmt die Zahl und Intensität der Dürren und schweren Waldbrände zu. 

Die Durchschnittstemperatur in dem Land ist laut Wissenschaftlern seit dem Jahr 1910 um 1,5 Grad Celsius angestiegen. Australien gehört nach wie vor zu den weltgrößten Produzenten und Exporteuren von Erdgas und Kohle - zwei der für die Erderwärmung verantwortlich gemachte fossile Energieträger.

AFP