Die Strafen treffen das Unternehmen ISEL, das Kleidung und Accessoires unter der Marke Shein vertreibt, sowie das Unternehmen ISSL, das die Online-Plattform betreibt, auf der Produkte von Shein und anderen Anbietern verkauft werden. Damit erreichen die Strafen, die Shein in Frankreich in den vergangenen Jahren auferlegt bekommen hat, insgesamt mehr als 210 Millionen Euro.
Shein bezeichnete die jüngsten Strafen als „unangemessen und diskriminierend“. Die fehlenden Umweltinformationen seien auf ein vorübergehendes technisches Problem zurückzuführen. Das Unternehmen verwies zudem auf seine „kundenfreundliche Rückgabepolitik“.
Der französische Handelsminister Serge Papin wirft Shein vor, „unlauteren Wettbewerb“ zu betreiben. Die Justiz lehnte allerdings eine von der Regierung beantragte Sperre des asiatischen Onlinehändlers in Frankreich im März ab. Anlass für die Forderung einer Sperre war der Verkauf kinderpornographischer Sexpuppen auf der Plattform gewesen. Shein hatte die illegalen Produkte nach eigenen Angaben umgehend aus dem Verkauf gezogen.